Mit Polnisch zu besseren Chancen

An der Grundschule Mitte lernen die Kinder regulär Polnisch – als Fremdsprachenunterricht mit Benotung und gleichwertig zu Englisch, wie Schulleiterin Wiebke Tetzlaff berichtet. Seit vier Jahren gibt es diese Möglichkeit, mittlerweile nehmen rund 40 Prozent der 
430 Schüler daran teil. „In der Grenzregion ist man einfach besser ausgestattet, wenn man die Sprache des Nachbarn lernt“, ist die Schulleiterin sicher.
Laut Informationen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft (DPG) Brandenburg ist die Frankfurter Einrichtung die einzige Grundschule in Brandenburg, die diese Form konsequent umsetzt. Bemühungen, noch weitere Grundschulen in der Grenzregion vom regulären Polnischunterricht zu überzeugen, haben bislang nicht gefruchtet. Häufig würden hingegen Arbeitsgemeinschaften außerhalb des Schulunterrichts angeboten wie an der Evangelischen Grundschule oder, seit den Herbstferien durch die Spende eines Słubicer Unternehmers ermöglicht, auch an der Erich Kästner Grundschule.
„Die Schüler sehen die Notwendigkeit, die Nachbarsprache zu lernen“, sagt Maria Jaworska. Die Direktorin des Słubicer Lyzeums stellt fest, dass das Interesse an der deutschen Sprache seit etwa zwei Jahren wieder zurückkehrt. Dabei lernen alle Schüler in den letzten drei Schuljahren bis zum Abitur an ihrer Schule Deutsch. Und wieder mehr Schüler möchten auch ihre Abschlussprüfung im Fach Deutsch ablegen, erzählt sie. Auch an den übrigen Słubicer Schulen wird Deutsch unterrichtet. Für Gesamtpolen hingegen geht das Interesse am Deutschunterricht allmählich zugunsten des Englischen zurück.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 25.11.2010