Eine Perspektive für die Schifffahrt

Die Zitterpartie um das neue Schiffshebewerk in Niederfinow hat ein Ende. Die jahrelangen Planungen und die ersten Investitionen in die baulichen Vorbereitungen haben sich gelohnt und können nun in die eigentlichen Arbeiten am neuen Schiffsfahrstuhl übergehen. Der Bund hat lange gezögert. Die Verlockung war groß, ein Zeichen Richtung alte Länder zu setzen. Dort wird seit langem kritisiert, dass im Osten viel zu viel Geld in fragwürdige Infrastrukturprojekte gesteckt werde.
Tatsächlich muss man einräumen, dass mit den knapp 300 Millionen Euro an Rhein, Ruhr oder Donau Projekte hätten finanziert werden können, mit denen mehr Schiffstonnage bewegt worden wäre als auf dem Oder-Havel-Kanal. Trotzdem ist die Investition im Barnim gerechtfertigt. Sie gibt der gesamten Binnenschifffahrt in Ostdeutschland eine Perspektive. Eine sinnvolle Anbindung Berlins mit zweilagigem Containerverkehr an die Ostsee beinhaltet auch einen umwelt- und klimapolitischen Aspekt, denn er bietet eine Alternative zur leidigen Lkw-Karawane.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 29.03.2008