Ein Jahr nach Lech Kaczynskis Tod: Das Land bleibt gespalten

Ein Jahr nach dem tragischen Tod von Präsident Lech Kaczynski beim Flugzeugabsturz im russischen Smolensk bleibt Polen ein politisch tief gespaltenes Land. Ungeachtet kirchlicher Appelle um nationale Eintracht droht bei den Gedenkfeiern am 10. April eine weitere Eskalation des Konflikts.
Aus der Sicht der national-konservativen Opposition ist die Zeit für eine Auseinandersetzung durchaus günstig: Im Herbst wird ein neues Parlament gewählt. Oppositionschef Jaroslaw Kaczynski, Zwillingsbruder des verunglückten Staatsoberhauptes, sieht im Gedenktag eine gute Gelegenheit, bei den national-patriotischen Wählern gegen das liberalkonservative Regierungslager von Ministerpräsident Donald Tusk zu punkten. Allein in Warschau wollen bis zu 100 000 Anhänger von Kaczynski und seiner Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) demonstrieren. Transparente „Tusk vor Staatstribunal“ und „Tusk + Putin = Lüge“ gehören bei solchen Anlässen zur Standardausrüstung der Teilnehmer.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 07.04.2011