Stolpersteine legen Seelows Stadtgeschichte offen

Adeldheid Philippsborn starb im Warschauer Ghetto, in das die Nazis sie von Seelow aus deportiert hatten. Ihre Enkelin hat Bilder von ihr und Großvater Max mitgebracht. Beide Nachfahren gedenken am Stolperstein mit einem jüdischen Gebet ihrer Verwandten.
Nur wenige Schritte weiter lebte Familie Reißner. Die Geschwister Vivien Harris und David Reißner waren 2008 schon einmal in Seelow, um den Spuren ihrer Familie zu folgen. Sie machten aus ihrer Enttäuschung, dass in Seelow nichts an diese Menschen erinnert, damals keinen Hehl. Sie ließen Unterlagen und Dokumente hier, sicherten Hilfe zu, sollte sich die Stadt dieser Geschichte annehmen.
Kindervereinigung und Heimatverein übernahmen es, für die Aktion Geld zu sammeln. 
95 Euro kostet die Verlegung eines Steines. Ursprünglich waren neun geplant, die drei am Schweizerhaus kamen hinzu. Am Schweizerhaus könnte auch der einzige noch erhaltene Grabstein des einstigen jüdischen Friedhofes von Seelow einen würdigen Platz finden.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.moz.de/details/dg/0/1/925825/
Veröffentlichung/ data publikacji: 09.08.2011