Endlich „sichtbare“ Nachbarn? Zwei Botschafter – eine Botschaft

Im Mai besuchte ich eine polnische Stadt unweit der Grenze zu Deutschland, wo eine neue Philharmonie eröffnet wurde. Der Bürgermeister machte daraus einen deutsch-polnischen Abend, weil das 20-jährige Jubiläum des Nachbarschaftsvertrages kurz bevorstand. Es spielten Musiker und sangen Solisten aus beiden Ländern. Der polnische Bürgermeister erzählte in bewegenden Worten, wie lange es gedauert habe, bis die „neuen“ Einwohner dieser Stadt, fast alle aus einer Region in der heutigen Ukraine stammend (vor 1939 polnisch), sie als einen „sicheren Hafen“ betrachten und liebgewinnen konnten.
Darauf antwortete ein in derselben Stadt (vor 1945 deutsch) geborener Gast aus Deutschland, dass auch für ihn diese Stadt in den vergangenen 20 Jahren zu einem „sicheren Hafen“ geworden sei. Er fühle sich dort immer willkommen und „sehr zu Hause“. Der deutsche Gast bekam an diesem Abend den lautesten Beifall.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 14.09.2011