Ein Zaun für 5 Millionen Euro - Griechische Menschensperre

"Dabei wollen fast alle Flüchtlinge weiter nach Norden." Doch die Dublin-II-Richtlinie der EU legt fest, dass Griechenland als Land des ersten Grenzübertritts die alleinige Verantwortung für sie trägt. Asylanträge in anderen EU-Staaten sind ausgeschlossen, eine legale Weiterreise ebenso. Um jeden, der bei Orestiada die Grenze passiert, muss sich Griechenland allein kümmern - oder auf eigene Kosten abschieben. Doch der bankrotte Staat hat kein Asylsystem.
Griechenland erklärte, die Grenze allein nicht mehr abriegeln zu können. Am 25. Oktober 2010 forderte Bürgerschutzminister Christos Papoutsis bei der Frontex-Zentrale in Warschau die "Rapid Border Intervention Teams" (Rabit) an, eine Art schnelle Eingreiftruppe von Grenzschützern. Es war das erste Mal seit der Gründung von Frontex im Jahr 2005, dass die Rabits zum Einsatz kamen.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 05.10.2011