"So bin ich Sozialistin geworden"

Wenn sie es schafft, als Abgeordnete in den Sejm einzuziehen, will Alicja Tysiac sich vor allem für die Rechte der Frauen einsetzen. Als Opfer des polnischen Katholizismus hat sie allen Grund dazu.
Alicja Tysiac steht vor dem Sejm, dem polnischen Abgeordnetenhaus in Warschau. Die 40-Jährige mit den blonden Strähnchen im braunen Haar deutet auf das weiße, halbrunde Gebäude: "Wenn ich es schaffen würde, das wäre ein Triumph! Es würde mein ganzes Leben verändern. Und das meiner Kinder natürlich." Sie lacht übermütig. Doch das Leuchten in ihren Augen hinter den dicken Brillengläsern verlöscht gleich wieder. Große Chancen rechnet sie sich nicht aus. "Die Linksallianz (SLD) hat mir nur Platz 5 auf ihrer Liste gegeben. Ich habe nicht einmal eine eigene Kampagne." Sie hält einer jungen Passantin ein Flugblatt mit ihrem Bild hin. "Möchten Sie, dass Frauenfragen im Sejm endlich eine Stimme haben? Dann geben Sie mir Ihre!"

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Veröffentlichung/ data publikacji: 07.10.2011