Tage des Zorns gegen Piraterie-Abkommen

Polen hat das umstrittene Urheberrechtsabkommen Acta unterzeichnet. Die polnische Botschafterin in Japan, Jadwiga Rodowicz-Czechowska, sagte im polnischen Fernsehen am Donnerstag, sie habe in Tokio für Polen das internationale Abkommen unterschrieben, das Veröffentlichungen im Internet, Arzneimittelfälschungen oder nachgemachte Markenhandtaschen betrifft. Die Unterschrift erfolgt trotz erheblicher Proteste in Polen:
Der Kampf für die Freiheit im Internet führt in Polen zusammen, was nie zusammengehörte. „Wer nicht hüpft, der ist für Acta“, grölen rechte Fußball-Hooligans, als seien sie im Stadion und hüpften auf der Tribüne. Nur wenige Meter entfernt skandieren maskierte Linksautonome „Kapitalismus ist böse“ und „Weg mit der Brüsseler Besatzungsmacht“. Der selbst ernannte Vorkämpfer der „Neuen Rechten“ in Polen, Janusz Korwin-Mikke, ist ebenso dabei wie die erste transsexuelle Abgeordnete des Landes, Anna Grodzka. Sie gehört der radikalliberalen Protestpartei des Spaßpolitikers Janusz Palikot an. Alle gemeinsam zogen sie vor die Vertretung des EU-Parlaments in Warschau, um gegen das internationale Anti-Piraterie-Gesetz Acta zu demonstrieren, das die polnische Regierung am Donnerstag unterzeichnet hat.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 27.01.2012