Trotz Protesten: kein Pardon

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus/Weißrussland, kennt kein Erbarmen. Am Mittwochabend berichtete das erste staatliche Fernsehen, dass der Autokrat es abgelehnt habe, die beiden Todeskandidaten Dmitri Konowalow und Wladislaw Kowaljow zu begnadigen. Grund für die Entscheidung sei die besondere Gefahr für die Gesellschaft, die von den beiden ausgehe, sowie die schweren Konsequenzen ihrer Taten.
Am 30. November 2011 hatte das Oberste Gericht in der Hauptstadt Minsk die beiden 25-Jährigen zum Tode verurteilt. Sie sollen für mehrere Bombenanschläge verantwortlich sein, darunter das Attentat auf eine Minsker U-Bahn-Station am 12. April vergangenen Jahres. Dabei waren 15 Menschen getötet und rund 300 verletzt worden.
Derzeit ist unklar, ob die Verurteilten bereits im staatlichen Auftrag getötet wurden. "Ein Wunder ist nicht geschehen. Wurden die ,Terroristen' erschossen?", fragte die weißrussische Menschenrechtsorganisation "Chartyja 97" auf ihrer Website am Donnerstag. Und: "Es sind viele Fragen offen geblieben. Aber auf diese kann jetzt niemand mehr antworten."

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Veröffentlichung/ data publikacji: 16.03.2012