Schüler übernehmen Patenschaft

Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist. Von diesem Leitmotiv geprägt wurden gestern an elf Frankfurter Orten 22 Stolpersteine verlegt, mit denen die Erinnerung an Verfolgte des NS-Regimes wachgehalten werden soll.

Zum insgesamt siebten Mal kam der Kölner Künstler Gunter Demnig gestern nach Frankfurt. Seit 1992 hat er europaweit an über 500 Orten fast 30 000 Stolpersteine für die Opfer des Nationalsozialismus verlegt - in der Oderstadt sind es jetzt 113. "Wenn es nicht so ein trauriger Anlass wäre, aus dem wir uns heute hier zusammengefunden haben, könnte man sagen, dass wir mit dem hundertsten Stolperstein ein Jubiläum feiern", sagte Stadtverordnetensprecher Peter Fritsch (SPD) zum Auftakt der dreieinhalbstündigen Tour am Synagogendenkmal in Frankfurts Mitte. Hier wurde ein Stein für Curtis Cassell verlegt, der von 1936 bis 1939 Rabbiner in Frankfurt war - der letzte überhaupt. Am 9. November 1988, seinem 76. Geburtstag kehrte er hierher zurück, um das Denkmal für die Synagoge einzuweihen, in der er einst gearbeitet hatte und die in der Reichskristallnacht am 9. November 1938 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 07.05.2012