Friedhofsunruhe

Ein Pole und ein Deutscher wollen so lange keine Ruhe geben, bis der verfallene jüdische Friedhof in Slubice wiederhergestellt ist. So kann es nicht bleiben, sagen sie, das schulden wir den Toten und den Lebenden.

Vietz hieß das Städtchen Witnica einst. Die Templer haben es gegründet, im 19. Jahrhundert kamen die Juden. Bis die Nazis sie vertrieben. Die Menschen verschwanden und ihre Spuren auch. Nur ihr Friedhof hat den 2. Weltkrieg überstanden.

Hebräische und deutsche Grabinschriften erinnern an Juden, die in Vietz lebten und wirkten, an die Kultur, die sie ins Lebuser Land brachten.

Nach dem Krieg geriet der Friedhof in Vergessenheit. Juden lebten keine mehr, die Polen, die hier angesiedelt wurden, hatten genug mit ihrem eigenen Überleben zu tun.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 06.05.2012