Die Langstreckenläuferin

Als Ende 1981 Panzer auf den Straßen der polnischen Städte Demonstrationen auflösten, Oppositionelle in großer Zahl interniert wurden und Menschen starben, musste Masza Potocka ihre Krakauer Foto- und Videogalerie für die Dauer des Kriegsrechts schließen. Ihren damals erwachten „Hunger auf ein Museum“ konnte sie erst 30 Jahre später stillen: Heute ist sie Direktorin des einzigen Museumsneubaus in Polen, des Museums für zeitgenössische Kunst in Krakau auf dem Gelände der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers, kurz MOCAK genannt. Zur Fußball-EM zeigt ihr vor einem Jahr eröffnetes Haus die Ausstellung „Sport in der Kunst“. Ein anregender, internationaler Parcours, der den Leistungssport kritisch in den Blick nimmt und humorvoll belegt, dass so mancher Künstler sich als Sportler sieht – vom Diktat der Zeit gepeinigt und immer in Gefahr zu scheitern.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 18.06.2012