Die verlorene Ehre der Familie B.

Der Staat verwehrt der Witwe eines Sinto, der Auschwitz überlebte, eine Hinterbliebenenrente. Seit drei Jahren kämpft Eva B. um 600 Euro monatlich, nun wird der Fall vor Gericht verhandelt.
2177. Bis zu seinem Tod vor dreieinhalb Jahren hatte Anton B. diese Nummer auf seinem Unterarm stehen. In Auschwitz im KZ hatte man sie ihm eintätowiert, dazu ein Z wie "Zigeuner".
Zehn Geschwister hatte der 1924 in Herne, Westfalen, geborene Sinto Anton B. einst. Alle zehn wurden in Auschwitz ermordet, genauso wie sein Vater.
"Die ganze Großfamilie, außer meinem Mann und seiner Mutter, wurde ausgerottet", sagt Anton B.s Witwe Eva. Die beiden haben sich 1975 kennen und lieben gelernt, später zogen sie in ein Mietshaus in einem niederbayerischen Dorf bei Straubing.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 24.07.2012