"Wir befreien uns hier von unseren Komplexen"

Jurek Owsiak ist der Vater von "Haltestelle Woodstock", dem Open-Air-Festival an der Oder. Ihm geht es um mehr als Musik.
Jurek Owsiak ist am Morgen um 6 Uhr aufgewacht. Es war die erste Nacht in seinem Wohnwagen auf dem Festivalgelände, er hat gut geschlafen. In der Nacht zuvor, als Owsiak noch im Hotel nächtigte, hatte er schlecht geträumt. In zwei Tagen beginnt das 18. Woodstock-Festival in Kostrzyn nad Odra an der deutsch-polnischen Grenze. Owsiak träumt dann immer, dass etwas schiefgeht. Das Interview soll auf der neu errichteten Aussichtstribüne für die Medien stattfinden. Owsiak überlegt es sich anders, im Bereich hinter der Hauptbühne, wo geschraubt und ausgeladen wird, bittet er auf der geöffneten Kofferraumklappe eines Transporters Platz zu nehmen. Duzen ist Pflicht. Der "Jurek" sieht so aus, wie er auch in seinem Videoblog auftritt: kurze Cargo-Hosen, Woodstock-Shirt und eine massive Brille, rot mit dunklen Punkten, ein kleines Bier in der Hand.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 03.08.2012