Zeitzeugengespräch: Zwangsgermanisierung polnischer Kinder durch die Nationalsozialisten

Die Zeitzeuginnen Anna Berezowska und Barbara Paciorkiewicz wurden als Kinder durch deutsche Nationalsozialisten zwangsadoptiert. Sie berichten am 5. September über ihre Verschleppung aus Polen, ihre „Germanisierung“ und die Folgen für ihr Leben. Während des Zweiten Weltkrieges erlitten nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 20 000 Kinder dieses Schicksal.
Nach rassischen Kriterien ausgewählte Kleinkinder wurden von den Nationalsozialisten verschleppt, zunächst in Heime verbracht und später deutschen Adoptiveltern übergeben. Nach dem Kriegsende wurden einige der Kinder nach Polen zurückgebracht, wo sie oft keine Verwandten mehr vorfanden und als Deutsche beschimpft wurden. Mit den Folgen dieser Entwurzelung kämpfen die Betroffenen bis heute.
Nach einer Begrüßung durch die Staatsrätin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, sprechen Günter Saathoff, Vorstand der Stiftung EVZ, und Andrzej Szynka, Gesandter der Botschaft der Republik Polen. Die Historikerin Iris Helbing gibt eine Einführung in das Thema und moderiert das Gespräch mit den beiden Zeitzeuginnen Anna Berezowska und Barbara Paciorkiewicz.
Datum: 5. September 2012, 19 Uhr
Ort: Vertretung des Landes Bremen beim Bund, Hiroshimastraße 22, 10785 Berlin
Anmeldung: Veronika Sellner, Stiftung EVZ, Tel.: 030 25 92 97-49, veranstaltungen@stiftung-evz.de

Event: 05.09.2012 - 19:00 - 05.09.2012 - 19:00
Vollständiger Text/ cały tekst:
Veröffentlichung/ data publikacji: 30.08.2012