Ein spätes Erbe

Ausgerechnet Nichtjuden pflegen seit ein paar Jahren in Polen erfolgreich die lange verschwiegene, reiche jüdische Kultur.
Der Vorraum zieht mehr Passanten an als das kleine Cafe „U Esterki“ selbst. An den Wänden sind Bücher über die jüdische Geschichte der Region aufgestapelt, in einer Glasvitrine liegen hübsche Mesusot aus Ton und Holz, hinter der Verkaufslade gibt es Badesalz und Kosmetika vom Toten Meer. Lange Jahre suchten die Besucher des beliebten Ausflugsziels Kazimierz Dolny nahe der polnischen Hauptstadt vergeblich nach zeitgenössischen jüdischen Spuren rund um die zentral am Altstadtmarkt gelegene Synagoge. Doch seit kurzem funktioniert in dem Gebäudekomplex, der erst vor zehn Jahren an die jüdische Gemeinde zurückgegeben wurde, ein Gästehaus sowie ein koscheres Cafe.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 02.09.2012