Die Nacht des 19. 2. 2002

Yaron G. ist Israeli. Er wollte dabei sein. Auch bei der Armee. Auch, als er töten sollte. Heute denkt er ganz anders als damals. Yaron G. ist 31 Jahre alt, ein sportlicher Typ. Braune Augen, dunkle Haare, Dreitagebart. Ein gut aussehender Mann. Er strahlt jene unkomplizierte Direktheit aus, die viele Israelis auszeichnet. Yaron G. sitzt in seiner WG-Wohnküche in Hamburg-Altona, die aussieht wie viele andere deutsche WG-Wohnküchen auch. Das Viertel ist von Studenten, Künstlern und mittlerweile Besserverdienenden bevölkert. Ein bisschen Multikulti, viele Ökoläden, ein paar Galerien. Und alles friedlich, weltoffen, relaxt. Von draußen dringt Kindergeschrei in die Küche. Nur die Geschichte, die Yaron G. erzählt, passt nicht in diese nette alternativ-bürgerliche Szenerie. Es geht um seine Zeit in der israelischen Armee. Wie er glaubte, ein Held zu sein, und wie er sich heute dafür schämt.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 15.09.2012