20 Jahre nach dem Pogrom in Rostock-Lichtenhagen Filmvorführung und Zeitzeugengespräch

Mi 26.09.2012, 19.00Uhr in Griebnitzsee:
Projekthaus InWoLe, Rudolf-Breitscheid-Straße 164

In diesem August jährten sich zum 20. Mal die Pogromnächte von Rostock-Lichtenhagen. Über drei Nächte lang griffen mehrere hundert Menschen, darunter organisierte Neonazis, rechte Jugendliche und AnwohnerInnen, die Unterkünfte der Flüchtlinge und vietnamesischer VertragsarbeiterInnen mit Steinen und Molotow-Cocktails an. Begleitet wurde dies von hunderten sog. Schaulustigen, weitgehend unbehelligt von der Polizei. Zwar gab es Protest gegen die AngreiferInnen, jedoch waren die RostockerInnen und die zur Unterstützung bundesweit angereisten AntifaschistInnen in der Unterzahl.

Rostock war leider kein Einzelfall; Anfang der 90er Jahre kam es bundesweit fast täglich zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte und Übergriffe auf Flüchtlinge, (vermeintliche) MigrantInnen und Linke. Dabei wurden Menschen massiv bedroht, verletzt, einige Angriffe endeten tödlich. In Solingen (NRW) starben 1993 fünf Menschen bei einem Brandanschlag.

Filmvorführung und Zeitzeugengespräch

Dokumentarfilm: „The Truth lies in Rostock“
von Mark Saunders und Siobhan Cleary, D 1993, 82 Minuten

Mit unserem Referenten Ols Weidmann möchten wir darüber sprechen, wie er die damalige Zeit erlebt hat. Was folgte aus den Pogromnächten für eine antirassistische und antifaschistische Politik? Wo liegen die Kontinuitäten und Brüche? Was hat sich hinsichtlich der politischen Situation geändert?

Referent: Ols Weidmann, Augenzeuge, Mitbegründer der Opferperspektive e.V. und Rechtsanwalt in Berlin

Eine Veranstaltung der Opferperspektive im Rahmen der Interkulturellen Woche
gefördert durch die Stadt Potsdam
http://www.interkulturellewoche.de/veranstaltung/2012/potsdam/interkultu...
http://www.opferperspektive.de/

Event: 26.09.2012 - 19:00 - 26.09.2012 - 19:00
Vollständiger Text/ cały tekst:
Veröffentlichung/ data publikacji: 25.09.2012