Gedenken an die Opfer von Peenemünde

Trassenheide. Während der zweitägigen internationalen Usedom-Konferenz zum Thema "Peenemünde aus Opfer-Perspektive" werden die Teilnehmer aus Polen, England und Deutschland am Samstag (13. Oktober 2012) um 13.30 Uhr am Ehrenmal in Karlshagen auf Usedom eine öffentliche Gedenkfeier veranstalten.
Repräsentanten sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Region sind zu der Gedenkstunde herzlich eingeladen.
Der Anlass für die Gedenkfeier ist der folgende historische Hintergrund: Am 13. Oktober 1943 wurden die KZ-Häftlinge, die als Zwangsarbeiter beim Raketenbau in Peenemünde eingesetzt wurden, von Usedom aus nach Mittelbau Dora bei Nordhausen im Harz verlagert. Das Versuchs-Serienwerk Peenemünde wurde aufgrund der Bombenangriffe von der Heeres-Versuchsanstalt aufgegeben und fortan in den unterirdischen Bergstollen in Thüringen betrieben.
Dort wurden bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges rund 6.000 zerstörerische V2-Raketen produziert. Während der Bauarbeiten und in der Raketenbomben-Produktion kamen mindestens 15.000 KZ-Häftlinge ums Leben.
Der Transport am 13. Oktober 1943 aus dem Usedomer Insel-Norden nach Mittelbau-Dora umfasste 600 bis 650 Menschen (KZ-Häftlinge). Eine Transport-Liste mit den Namen der Betroffenen ist weitgehend erhalten. Vor der Ankunft im Harz war das KZ Buchenwald bei Weimar eine Zwischenstation. Unbekannt ist bisher, wie der Transport erfolgte, vermutlich mit der Bahn.
Zu der zweitägigen Konferenz am 12. und 13. Oktober 2012 im Hotel Seeklause in Trassenheide werden neben den Referenten rund 80 Teilnehmer erwartet, darunter auch Schüler und Studenten sowie zahlreiche Journalisten aus Polen. Veranstalter ist die Friedrich-Ebert-Stiftung in Schwerin zusammen mit dem Polnisch-Deutschen Kulturforum Insel Usedom - Insel Wollin, mit Unterstützung des HTM Peenemünde.

Kontakt: Presse-Team der Peenemünder Konferenz: Andrzej Kotula, Stettin, agatamik@poczta.onet.pl - Gerhard Kothy, Usedom, Ruf 038.378.22628. 0.171.546.88.25. gerhard.kothy@web.de - Hannes Albers, Usedom, Ruf 038.379.20.184, info@kunstkabinett.de. Der Wissenschaftliche Koordinator der Internationalen Tagung Peenemünde aus Opfer-Perspektive Günther Jikeli jr. (Toulouse) ist zu erreichen über jikeli@gmx.de.

Das gesamte Tagungsprogramm finden Sie im Internet auf der Seite www.peenemuender-erklaerung.eu. In Englisch. Polnisch. Deutsch.

Event: 13.10.2012 - 13:30 - 13.10.2012 - 13:30
Vollständiger Text/ cały tekst:
Veröffentlichung/ data publikacji: 11.10.2012