Blick über die Oder

Zielona Góra (Grünberg). Millionenzuschuss für Schulessen
Rund 25 000 Kinder aus bedürftigen Familien in der Wojewodschaft Lebuser Land erhalten täglich in der Schule oder im Kindergarten ein kostenloses Mittagessen. Seit Jahresbeginn seien für ein entsprechendes Regierungsprogramm um die 30 Millionen Zloty (etwa 7,5 Millionen Euro) eingesetzt worden, berichtet die Zeitung „Gazeta Lubuska". Die Zahl der Mädchen und Jungen, die häufig hungrig zur Schule kommen, sei in jüngster Zeit angestiegen.

Miedzychód (Birnbaum). Öl- und Gasfeld erschlossen
Der polnische Energiekonzern PGNiG hat an der Grenze der Wojewodschaften Lebuser Land und Großpolen (Wielkopolskie) ein Vorkommen erschlossen, aus dem in den kommenden Jahren 7,25 Millionen Tonnen Erdöl und 7,3 Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert werden sollen. Bis Dezember werde die aus 14 Bohrungen bestehende Anlage auf ihre volle Leistung hochgefahren, berichtet die Zeitung „Gazeta Wyborcza".

Stettin. Ausnahmezustand vor Fußballspiel
Das Fußball-Erstligaduell zwischen Pogon Stettin und Legia Warschau hat gestern Nachmittag und am Abend für einen Ausnahmezustand in der Hafenstadt gesorgt. Bereits Stunden vor dem Match, das 18.30 Uhr begann, hatten Sicherheitskräfte die Straßen vom Bahnhof zum Stadion abgeriegelt und es kam zu Verkehrsstaus.

Warschau. Arbeitskosten noch immer niedrig
Die Gesamtkosten für eine Stunde Arbeitszeit liegen in Polen mit 7,1 Euro noch immer deutlich unter dem EU-Durchschnitt (23,1 Euro). Das geht aus aktuellen Angaben von Eurostat hervor. Selbst in Deutschland liegen die Kosten für Löhne, Sozialabgaben und weitere Zuschläge mit 30,1 Euro weit unter den Höchstwerten von Belgien (39,3 Euro) beziehungsweise Frankreich (34,2). Mit 3,5 Euro je Stunde ist die Arbeit in Bulgarien am billigsten.

Warschau. Große Mehrheit lehnt Abtreibungen ab
Die Polinnen und Polen bleiben – zumindest in Umfragen – entschiedene Gegner von Schwangerschaftsabbrüchen. In einer Studie sprachen sich 80 Prozent für den Schutz des menschlichen Lebens „immer und ganz unabhängig von den Umständen" aus. Das waren zehn Prozent mehr als 2007. Weniger als die Hälfte (46 Prozent) wollen Abtreibungen für den Fall zulassen, dass das Kind eine irreparable Behinderung hat. Das Parlament hat kürzlich den Entwurf für ein schärferes Abtreibungsverbot als bisher auf den Weg gebracht.

Warschau/Minsk. Oppositionelle in Bedrängnis gebracht
Wegen einer Ungeschicktheit des polnischen Außenministeriums müssen 30 weißrussische Oppositionelle mit Repressionen des Regimes von Präsident Lukaschenko rechnen. Das Ministerium hatte Teilnehmern einer zivilgesellschaftlichen Konferenz in Warschau Briefe mit Steuerformularen geschickt, auf denen Angaben zu Aufwandsentschädigungen gemacht werden sollten. Jetzt werfen die weißrussischen Behörden den Oppositionellen vor, dass sie sich illegal vom Ausland finanzieren ließen.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 23.10.2012