Flüchtlingsprotest in Berlin „Sie sollen uns ernst nehmen!“

Neun Tage lang haben 15 Flüchtlinge in Berlin mit einem Hungerstreik für mehr Rechte demonstriert. Das Brandenburger Tor ist zu ihrem Symbol geworden. Abschaffung der Residenzpflicht, der Sammelunterkünfte, des Abschiebegesetzes und Anerkennung aller Asylsuchenden als politische Flüchtlinge: das sind die Forderungen der Hungerstreikenden.
Plötzlich steht Maria Böhmer in der Mitte, sie hält einen schwarzen Schirm hoch. „Gestern erhielt ich einen Hilferuf von Frau Kolat“, spricht sie ins Rund. Dilek Kolat, Berliner Senatorin für Integration, steht an ihrer Seite. An die Flüchtlinge gewandt, sagt Böhmer: „Sie haben berechtigte Forderungen.“ Darüber wolle sie reden.
„Scheiße!“, wettert Maiwand am nächsten Morgen. „Politiker-Blablabla! Ich kenne das.“ Dann lacht er. „Ich bin jung.“ Geknickt wirkt er nicht, enttäuscht schon. Geht er nach Greiz zurück? Nein, nach Thüringen niemals. „Lieber gehe ich nach Afghanistan zurück!“

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Veröffentlichung/ data publikacji: 03.11.2012