Frankfurter Dammvorstadt-Lapidarium auf dem Kommunalfriedhof in Slubice

Przedwojenne lapidarium na cmentarzu komunalnym w Słubicach (fot. Roland Semik)

Ganz zeitnah kommt der Totensonntag... Auf dem Kommunalfriedhof in Slubice entsteht gerade ein deutsches Lapidarium, wo die vorkrieglichen Grabplatten des ehemaligen Dammvorstadt-Friedhofs gesammelt werden.

Die Initiatoren sind zwei Regionalforscher: Roland Semik - Vorstandsmitglied im My Life - erzählte Zeitgeschichte e.V. und Eckard Reiß vom Historischen Verein zu Frankfurt (Oder). Eine logistische Unterstützung dabei hat die Slubicer Feuerwehr geleistet.

Darunter ist der Stein des langjährigen Direktors der Provinzial-Versicherung, Paul Büschel, in der Crossener Str. 6/7, heute das Slubicer Kulturhaus SMOK.

Arthur Koch war Lehrer und Kriegstoter vom 1. Weltkrieg.

Und schließlich ein Wilhelm Böhme. Den gibt es im 1937er Adreßbuch gleich dreimal: einen Installateur, einen Maurer und einen stellv. Direktor (Städtische Gewerbelehranstalten Frankfurt (Oder), Kasernenstr. 6a, heute Faberstraße). Die Größe und der betriebene Aufwand sprechen für den Direktor. Besonderheit ist die Kennzeichnung des Geburtsdatums mit einem "Y" und das Sterbedatum mit einem"ʎ", eine in der NS-Zeit gebräuchliche Symbolik.

Bei dieser Gelegenheit ganz nah der Friedhofsmauer hat Semik einen wertvollen Grabstein gefunden... Es geht um Grabplatte von Franz Collath, Inhaber der berühmten Gewehrfabrik Teschner & Collath Söhne (Abk." Tesco") in damaliger Frankfurter Blumestraße, heute ul. Kościuszki in Slubice (Kaufhaus "Biedronka"). Familie Collath hatte auch eine Möbelfabrik am Ort, wo jetzt das Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Universität Viadrina sich befindet.

Alle Interessienten, die das Werk des deutschen Lapidariums unterstützen möchten, könnnen sich direkt an die Initiatoren wenden: roland_semik (at) yahoo.de

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Veröffentlichung/ data publikacji: 11.11.2012