Blick über die Oder

Warschau. Kleine Groszy-Münzen sollen verschwinden
Weil ihre Herstellungskosten höher sind, als ihr nomineller Wert, sollen die 1- und 2-Groszy-Münzen aus dem Verkehr gezogen werden. Polens Nationalbank rechnete zur Begründung vor, dass die Prägung jeder 1-Groszy-Münze fünf Groszy kostet, die der 2-Groszy-Stücke sogar sechs. Handelsverbände wehren sich jedoch gegen die Pläne, weil dann die verkaufsfördernden Preise mit 99 Groszy am Ende wegfielen.

Legnica (Liegnitz). Betrunkene Deutsche von Polizei verhaftet
16 randalierende Deutsche sind am Sonntag in einem Zug auf der Strecke von Breslau nach Dresden von der polnischen Polizei verhaftet und in Ausnüchterungszellen gebracht worden. Die Personen im Alter von 25 bis 32 Jahren, die sich auf der Rückreise von einer Feier in Breslau befanden, sollen im Zug geschrien und andere Reisende beleidigt haben, außerdem beschmutzten sie Sitze. Die Betreffenden müssen mit hohen Geldstrafen rechnen.

Gorzów (Landsberg). Romeo und Julia suchen nach Balkon
Für den „Valentinstag“ am 14. Februar hat sich das städtische Theater in Gorzów eine originelle Idee einfallen lassen. Balkonbesitzer können sich derzeit darum bewerben, dass an diesem Abend die berühmteste Szene aus dem Shakespeare-Stück „Romeo und Julia“ bei ihnen zuhause aufgeführt wird. Das Drama hatte am Wochenende in Gorzów Premiere und wird von heute bis zum Donnerstag jeweils 12 Uhr gezeigt.

Stettiner Wahrzeichen droht das Aus
Der riesige Mast eines Segelschiffes, der bis jetzt an der größten innerstädtischen Oderbrücke von Stettin steht, muss vermutlich von dort verschwinden. Grund dafür ist, dass das Nationalmuseum als Besitzer des Wahrzeichens nicht genug Geld für dessen Reparatur hat. Der Mast stammt von einem Schiff, das 1929 auf der Bremer Vulcan-Werft gebaut worden war und später in Polen als Ausbildungsschiff genutzt wurde. Nach seiner Verschrottung 1982 blieb nur noch der Mast erhalten.

Auschwitz. Ausstellung über russische KZ-Opfer
Im Museum des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau ist eine Ausstellung über das Schicksal russischer Gefangener eröffnet worden. Unter dem Titel „Tragödie, Heldentum, Befreiung“ geht es neben den im Lager ermordeten sowjetischen Soldaten auch um diejenigen, die Auschwitz vor genau 68 Jahren befreiten. Ein erster Versuch, russische Schicksale in Auschwitz zu dokumentieren, war 2005 gescheitert, weil sich die russische und die polnische Seite über historische Einzelheiten gestritten hatten.

Stettin. Sonnabends freier Eintritt ins Museum
Die Abteilungen des Stettiner Nationalmuseums, zu denen neben dem Haupthaus auch das Meeresmuseum und das Museum für Stadtgeschichte gehören, laden künftig sonnabends von 10 bis 18 Uhr zum freien Eintritt ein. Bisher war – so wie in vielen anderen Orten Polens – donnerstags der Besuch kostenlos. Allerdings bleiben die Stettiner Museen ab dem 1. Februar außer an Montagen auch an Freitagen geschlossen.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 29.01.2013