Mama, Papa, Wojtyla

Auch acht Jahre nach dem Tod von Johannes Paul II. hängt Polen weiter an seinem Papst. Im ganzen Land werden seine Reliquien verehrt, und der Jugend bleibt er Vorbild.
Radoslaw Sikorski, der Außenminister Polens, hat dem scheidenden Benedikt XVI., dem Deutschen im Amte Petri, unlängst einen Abschiedsgruß hinterhergeschickt, der nicht nur eine großzügige Dosis gesunden Selbstbewusstseins enthielt, sondern auch eine winzige Prise vom Gift der Schadenfreude. „Zweifellos“, sagte Sikorski, habe es „der Nachfolger unseres Landsmanns, Johannes Pauls des Großen“, nicht leicht gehabt auf seinem Stuhle. Ihm, dem polnischen Außenminister, stehe es nicht zu, Benedikts angekündigten Abtritt zu kommentieren, aber gewiss werde Polen auch nach dem Amtsantritt des neuen Papstes seine „traditionell ausgezeichneten“ Beziehungen zum Vatikan weiter pflegen.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 23.02.2013