Blick über die Oder

Sulechów (Züllichau). Kanadier suchen nach Kupfervorkommen
Ein in zwei Kilometer Tiefe vermutetes Kupfervorkommen nahe der Stadt Sulechów soll ab heute erkundet werden. Die Bohrungen werden von einem kanadischen Unternehmen durchgeführt, das die Konzession für die Erkundung 13 verschiedener Standorte in Westpolen erworben habe, berichtet die Zeitung „Gazeta Wyborcza“. Rund 90 Kilometer weiter südlich wird bei der Ortschaft Polkowice bereits seit Jahrzehnten Kupfererz gewonnen.

Urad (Aurith). Neuer Hafen an der Oder im Gespräch
Über Pläne für einen Oder-Hafen, der bei dem Dorf Urad, südöstlich von Frankfurt, entstehen könnte, berichtet die „Gazeta Lubuska“. Ein holländisches Unternehmen, dessen Name allerdings nicht genannt wird, habe gegenüber örtlichen Behörden Interesse bekundet, dort einen Umschlagplatz für Massengüter und Container einzurichten. Voraussetzung wäre allerdings eine stabile Schiffbarkeit der Oder mit
einer Wassertiefe von mindestens 1,80 Meter.

Zielona Góra (Grünberg). 57-Jähriger stirbt in Ausnüchterungszelle
Ein stark betrunkener Mann ist in einer Ausnüchterungszelle der Polizei in Zielona Góra gestorben. Eine Streife hatte den 57-Jährigen am vergangenen Mittwoch in der Kleinstadt Sulechów aufgegriffen, als der Mann dort auf offener Straße im Schnee lag. Eine Untersuchung im Krankenhaus, zu der ihn die Beamten brachten, hatte außer einem Blutalkoholwert von zwei Promille aber nichts Auffälliges ergeben. In der Nacht starb der Mann dann in der Zelle.

Küstrin/Gorzów. Neue Fahrzeuge auf Ostbahn fallen oft aus
Moderne polnische Schienenbusse, die erst seit vergangenem Jahr auf der Ostbahn zwischen Küstrin, Gorzów (Landsberg) und Krzyz (Kreuz) verkehren, erweisen sich im Winter als sehr störanfällig. Im Dezember und Januar habe es mehr als 20 Havarien gegeben, aufgrund derer es zu größeren Verspätungen oder Schienenersatzverkehr kam, räumte der Betreiber – die Regionalverkehrsgesellschaft Lebuser Land – jetzt ein. Wegen Kälte und Eis seien Türen und Bremsen eingefroren, auch seien Fahrgestelle der Waggons beschädigt worden.

Stettin. Eltern drohen Strafen bei Impfverzug
Eltern, deren Kinder die vorgeschriebenen Impfungen verpassen, müssen in der Wojewodschaft Westpommern künftig mit Geldstrafen bis zu 500 Zloty (rund 125 Euro) rechnen. Die Maßnahme kündigte das Gesundheitsamt der Wojewodschaft an, nachdem im vergangenen Jahr rund 334 Kinder nicht an Pflichtimpfungen teilnahmen.

Stettin. Vizestadtchef stolpert über Aquapark
Der für die wirtschaftliche Entwicklung Stettins zuständige Vizebürgermeister Dariusz Wasa ist vom Stadtpräsidenten Piotr Krzystek entlassen worden. Wasa habe den geplanten Bau eines Aquaparks nahe der Oder nicht umsetzen können, sagte Krzystek am Montag. Das Prestigeprojekt ist ein Teil der Strategie „Floating Gardens (Fließende Gärten)“, mit der sich die Metropole als grüne Stadt am Wasser profilieren will.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 26.02.2013