Blick über die Oder

Stettin. Zur Badesaison fehlen Rettungskräfte
Die Stettiner Organisation der Freiwilligen Wasserrettungskräfte (WOPR) hat zu Saisonbeginn davor gewarnt, dass zur Absicherung der Badestrände an den Seen der Region sowie der Ostsee immer weniger Rettungskräfte zur Verfügung stellen. Das Hauptproblem sei, dass die Freiwilligen ihre Ausbildungs- und Auffrischungskurse selbst finanzieren müssten. An den zahlreichen Imbissbuden ließe sich laut der Zeitung „Kurier Szczecinski“ dagegen weit mehr Geld verdienen.

Zielona Góra (Grünberg). Babyklappe nach vier Jahren genutzt
Zum ersten Mal ist jetzt in der bereits seit 2009 bestehenden Babyklappe an einem Kloster in Zielona Góra ein Kind abgelegt worden. Es handelt sich um einen zwei Monate alten Jungen, der gepflegt und in gutem Gesundheitszustand in das Wärmebettchen gelegt wurde. Die Schwestern tauften ihn spontan Stanislaw, da er am Tag dieses Heiligen abgegeben wurde. Die Mutter kann binnen sechs Wochen entscheiden, ob sie ihr Kind doch wieder zurücknehmen oder zur Adoption freigeben will. Insgesamt gibt es in Polen rund 50 Babyklappen, in denen bisher 61 Kinder abgegeben wurden.

Stettin. Erinnerungstafel an Kurt Tucholsky
Daran, dass der Schriftsteller Kurt Tucholsky (1890–1935) einen Teil seiner Kindheit in Stettin verbrachte, wird jetzt in der Oderstadt erinnert. An einem Haus in der heutigen Ulica Rayskiego 29 – wo die Familie im zweiten Stock lebte – wurde eine Gedenktafel enthüllt. An der Enthüllung der Tafel nahmen auch Mitglieder der Berliner Tucholsky-Gesellschaft teil.

Krakau. Holzkirchen sollen UNESCO-Erbe werden
16 historische Holzkirchen aus der polnisch-ukrainischen Grenzregion sowie das älteste polnische Salzbergwerk in Bochnia bei Krakau haben gute Chancen, in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen zu werden. Der internationale Rat für Denkmalpflege ICOMOS gab jetzt eine positive Empfehlung für die Aufnahme dieser Objekte ab. Die endgültige Entscheidung fällt das Welterbe-Komitee bei seiner nächsten Sitzung im Juni in Kambodscha.

Kielce. Neandertal-Museum in einer Höhle
Ein in einer Karsthöhle nahe der Stadt Kielce untergebrachtes „Neandertalerzentrum“ ist die neueste Attraktion der Wojewodschaft Swietokrzyskie (Heiligkreuz) im Süden Polens. Ein Mammut in Originalgröße und das eindrucksvolle Hologramm eines Neandertalerschädels sind nur zwei der dortigen Attraktionen. Der Homo neanderthalensis soll vor 40- bis 50 000 Jahren tatsächlich in der Höhle gelebt haben.
www.jaskiniaraj.pl

Lodz (Lodsch). Einstige Tabakfabrik ist jetzt Hotel
In einer ehemaligen Tabakfabrik in Lodz wurde jetzt ein Hotel eröffnet. Das Gebäude war im 19. Jahrhundert zunächst als Spinnerei eines deutschen Textilunternehmers entstanden und wurde später zur Tabakfabrik. Polnische, jüdische, russische und deutsche Gerichte werden im Restaurant aufgetischt.
www.hoteltobaco.pl

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Veröffentlichung/ data publikacji: 21.05.2013