Blick über die Oder

Kostrzyn (Küstrin). Zehn neue Anleger für Oderschiffe
Bis Ende 2015 sollen am polnischen Ufer der Oder zwischen Küstrin und Nowa Sól (Neusalz) zehn weitere Anlegestellen für Schiffe und Touristenboote entstehen. Ein entsprechendes Programm mit dem Titel „Die Oder für Touristen 2020“ wurde jetzt in Fortführung eines Vorhabens beschlossen, innerhalb dessen in den vergangenen Jahren bereits zwei Touristenschiffe und mehrere Anleger gebaut worden waren.

Zielona Góra (Grünberg). Weinbauer versucht sich an Champagner
Nachdem in der Gegend von Zielona Góra schon seit Jahren wieder Wein angebaut wird, versucht sich der Winzer Krzysztof Fedorowicz jetzt auch erstmals an Champagner. Die ersten Korken sollen zu Silvester knallen, berichtet die Zeitung „Gazeta Wyborcza“. Im früheren Grünberg war bereits von 1826 bis 1944 Sekt nach der Champagner-Methode erzeugt worden.

Warschau. Eltern behinderter Kinder protestieren
Im polnischen Parlament Sejm campieren seit Tagen etwa 20 Eltern mit ihren behinderten Kindern, um mehr Pflegegeld zu fordern. Sie verlangen, dass der derzeitige monatliche Pflegesatz für Behinderte von umgerechnet 195 Euro auf die Höhe des polnischen Mindestlohns von umgerechnet 400 Euro angehoben wird. Ministerpräsident Donald Tusk, der sich bereits zweimal mit den Eltern traf, schlug eine stufenweise Erhöhung bis 2016 vor, was den Betroffenen aber nicht ausreicht.

Gorzów (Landsberg). Lebuser Land bald mit Breitband versorgt
Bis Ende Juli sollen sämtliche Orte in der Wojewodschaft Lebuser Land über einen schnellen Internetzugang per Breitband verfügen. Diesen ehrgeizigen Plan gab jetzt der Konzern „Orange Polska“ bekannt, der der größte Anbieter von Festnetztelefonie im Nachbarland ist. Der Konzern mit französischer Beteiligung ging aus dem einstigen Staatsunternehmen Telekomunikacja Polska hervor. Die Breitbandversorgung wird zu einem Drittel aus EU-Mitteln finanziert.

Walcz (Deutsch Krone).Tonnenweise trockene Tabakblätter entdeckt
Zweieinhalb Tonnen getrocknete Tabakblätter hat die Polizei in Privaträumen entdeckt, die ein 35-jähriger Mann aus Walcz im Osten der Wojewodschaft Westpommern angemietet hatte. Der Tabak, der offenkundig der illegalen Zigarettenproduktion diente, hat einen Schwarzmarktwert von 1,15 Millonen Zloty (rund 250 000 Euro).

Warschau. Kürzeres Warten auf Facharzt-Termine
Polens Gesundheitsminister Bartosz Arlukowicz hat ein Programm vorgelegt, das die Wartezeiten bei Fachärzten verkürzen soll. So sollen etwa zwischen der Diagnose einer Krebserkrankung und dem ersten Behandlungsbeginn künftig nicht mehr als neun Wochen liegen und die Wartelisten dafür auch elektronisch und zentral geführt werden. Bisher sind wegen des Ärztemangels oft monatelange Wartezeiten normal. Verschiedene Medien kritisierten bereits, dass auch durch die neuen Pläne nicht mehr Geld für das Gesundheitssys­tem zur Verfügung stünde.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 25.03.2014