Neue Sonderausstellung zum Ersten Weltkrieg im Oberschlesischen Landesmuseum

Ausstellungsplakat

Mit den Ausstellungen 2014 ist die Erinnerung und Vergegenwärtigung des Ersten Weltkrieges nicht abgeschlossen. Das Jahr 2015 ist geeignet, die Kriegsrealität in allen Lebensbereiche zu betrachten. Der Glaube an einen kurzen Krieg von 1914 war mit Jahresanfang 1915 verflogen. Was nun folgte, das wird in der Ausstellung in Ratingen mit einem exemplarischen Eingehen auf die preußische Provinz im Osten behandelt. Oberschlesien war anfangs durch die Grenzlage zu Russisch-Polen akut bedroht. Natürlich kämpften die jungen Oberschlesier als deutsche Soldaten an allen Fronten. In der Heimat verfolgte man ihr Schicksal mit Angst und Sorge. Dort wurde das Leben mit fortschreitender Länge des Krieges durch die Versorgungslage und die Trauer um die Gefallenen belastet. Einer der davon wenig mitbekam, war Kaiser Wilhelm II.. Sein „Großes Hauptquartier“ befand sich ab 1915 für zwei Jahre im mondänen Schloss der oberschlesischen Kleinstadt Pless (heute Pszczyna). Ganz in der Nähe befand sich das österreichisch-ungarische Hauptquartier in der Stadt Teschen (heute Cieszyn).

Die große Sonderausstellung, realisiert mit Förderung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, will unterschiedliche Facetten des „Großen Krieges“ vergegenwärtigen. Ausgehend von einem Panorama der multiethnischen, multikonfessionellen und sogar in Teilen multikulturellen Gesellschaft in der Grenzlage Oberschlesiens um 1910 werden die Veränderungen im Kriegsverlauf betrachtet. Der Blick richtet sich auch auf lokalisierbare Stätten der verlustreichen Kämpfe im Westen und gibt Impulse zur eigenen Spurensuche. Insoweit praktisch auch jede deutsche Familie Kriegsopfer im Ersten Weltkrieg zu beklagen hat, weist die Ausstellung den Weg zu den französischen Nachbarn, wo diese Erinnerung seit eh und je einen höheren Stellenwert besitzt.

Eröffnung: Sonntag, 10.5.2015, 15 Uhr

Es sprechen: NRW-Justizminister Thomas Kutschaty
und der Direktor des Ruhr Museums Professor Heinrich Theodor Grütter

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Kontakt:
Oberschlesisches Landesmuseum
Bahnhofstr. 62, 40883 Ratingen
Tel: 0 21 02 / 96 50, Fax: 96 54 00
eMail: info@oslm.de
Web: www.oslm.de

Event: 10.05.2015 - 15:00 - 10.05.2015 - 15:00
Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.oslm.de
Veröffentlichung/ data publikacji: 29.04.2015

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