Schubertiade – ein internationales Konzert im Palast unter dem Globus in Stettin

Agata Porczak und Marek Pytlak, Foto Romuald Kalischewski.JPG
Emilia Raiter und Marthe Lewald, Foto Romuald Kalischewski.JPG
Michał Landowski und Friederike Bieber, Foto Romuald Kalischewski.JPG
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Aleksandra Wojtachnia, Foto Romuald Kalischewski  1.jpg
Michał Landowski, Foto Romuald Kalischewski.JPG
P. Guz, A. Porczak, A. Wojtachnia, F. Bieber, dr S. Burnicka - Kalischewska, A. Jarmołowicz-Waszczuk, dr M. Behrendt, W. Wojciechowska, M. Lewald, M. Landowski, A. Khomich, J. Wojtowicz, E. Raiter,.jpg

Am 26. April fand im „Palais unter dem Globus“ in Stettin eine internationale Schubertiade statt. Dieses wunderschöne, frisch restaurierte Gebäude gehört seit 2010 zur Hochschule der Künste Stettin. Wegen seines Giebelaufsatzes wird es heute Pałac pod Globusem („Palais unter dem Globus“) genannt.
Grundlage war eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Organisation dieser Veranstaltung, die im März diesen Jahres folgende drei Einrichtungen unterzeichnet haben: Hochschule der Künste Stettin, Musikverein „BEL CANTO Ueckermünde” e.V. und Verein der Polnischen Künstler (Stowarzyszenie Polskich Artystów Muzyków - SPAM).
Das Thema des Konzertes war ausschließlich Musik von Franz Schubert.
Die ersten Schubertkonzerte wurden noch zu den Schuberts Zeiten, vor 200 Jahren, in Schlössern und Gutshäusern organisiert. Die Tradition dieser Konzerte wird bis heute in vielen Ländern, wie auch in der österreichischen Heimat Schuberts bis heute fortgeführt.
Von den insgesamt fast 600 Liedern komponierte Schubert 150 allein im Jahre 1815 und ein Jahr später 100. Er vertonte Texte, die ihn berührt haben, über Natur, Wandern, Liebe, Schatten der Liebe, usw. Darüber sangen im Konzert am 26. April die Gesangsstudenten der Hochschule der Künste Anna Jarmołowicz-Waszczuk, Alena Khomich aus Weißrussland, Agata Porczak, Wanda Wojciechowska, Aleksandra Wojtachnia, Joanna Wojtowicz, Paweł Guz, die Gesangsstudentin der Guildhaal School of Music and Drama in London Friederike Bieber aus Deutschland, die Gesangsschülerin der Kreismusikschule Uecker-Randow Marte Lewald sowie die Gesangsprofessorin der Hochschule der Künste Stettin Dr. Dr. Sylwia Burnicka – Kalischewski. Sie wurden begleitet von den Instrumentalisten der Hochschule der Künste Stettin Sandra Przyjemska, Emilia Raiter, Michał Landowski, Kacper Odrobny, Marek Pytlak.
Durch das Programm führte die Initiatorin und Hauptorganisatorin der Schubertiade, die Musikwissenschaftlerin Dr. Maria Behrendt.
Mit einer „Fantasie vierhändig“ D 940 für Klavier, gespielt von Michał Landowski und Kacper Odrobny, wurden die Konzertbesucher im vollbesetzten Kammersaal in die schöne Atmosphäre eingestimmt. Der Frühling war Dank der Lieder „Frühlingslied“ (Aleksandra Wojtachnia, Sopran) unter Begleitung der Harfe (Sandra Przyjemska), „Heidenröslein” und „Der Hirt auf dem Felsen”, gesungen von Agata Porczak (Sopran) und Marek Pytlak (Klarinette) sowie Michał Landowski (Klavier) zu spüren. Das Motiv des Wanderns, bereits im Stück „Der Hirt auf dem Felsen” erwähnt, hat Agata Porczak in den Liedern „Das Wandern” und „Wohin” fortgesetzt. Die beiden Lieder gehören zu dem Zyklus „Die schöne Müllerin“, wie auch „Des Müllers Blumen”, über die Joanna Wojtowicz (Sopran) und Sandra Przyjemska (Harfe) erzählten. Die Emotionen änderte diametral mit dem Titel „Wo irrst du” Marthe Lewald (Sopran), in dem das Mädchen seinen Geliebten nicht finden kann. Dazu gesellten sich Wanda Wojciechowska („Erster Verlust“, „Gretchen am Spinnrade”), Dr. Dr. Sylwia Burnicka – Kalischewski („Die Männer sind mechant”) und Aleksandra Wojtachnia („Der Lindenbaum”). Nach „Auf der Donau” (Paweł Guz) war die Sopranstimme von Friederike Bieber („Auf dem Wasser zu singen”) zu hören und die bekannte „Forelle“ (Joanna Wojtowicz) ist beinah in den „Erlafsee“ (Friederike Bieber) gesprungen. Mit Tränen lachte Alena Khomich („Lachen und Weinen”), während Marthe Lewald und Emilia Raiter (Harfe) über das Glück seufzten („Seligkeit” und „Seufzer”). Liebesweh beschrieb eine Romanze aus dem Sinspiel „Die Verschworenen” mit Anna Jarmołowicz – Waszczuk und dem Klarinettisten Marek Pytlak, ebenso wie das „Ständchen” mit Friederike Bieber. Die Schubertiade endete mit dem wunderschönen Lied „An die Musik”, präsentiert von Dr. Dr. Sylwia Burnicka – Kalischewski.
Alle Lieder wurden in Originalsprache, auf Deutsch, vorgetragen. Die Organisatoren haben auch die Übersetzungen ins Programm gedruckt (Dr. Dr. Sylwia Burnicka – Kalischewski, Paweł Behrendt, Anna Jarmołowicz – Waszczuk), die dem polnischen Publikum ermöglichten alle Liedertexte zu verstehen und die schöne Musik zu genießen.
Die jungen Künstler wurden von folgenden Professoren auf das Konzert vorbereitet: Prof. Grażyna Flicińska - Panfil, Dr. Dr. Sylwia Burnicka – Kalischewski, Dr. Ewa Filipowicz – Kosińska, Dr. Joanna Tylkowska – Drożdż (Gesangsklassen der Hochschule der Künste Stettin), Prof. Marilyn Rees (Gesangsklasse der Guildhall School of Music and Drama in London), Prof. Elżbieta Karaś-Krasztel (Klasse der Kameralistik der HdK Stettin), Prof. Bogusław Rottermund (Klavierklasse der HdK Stettin), Barbara Stalmierska (Klasse der Harfe der HdK Stettin), Prof. Bogdan Jakubowski (Klasse der Klarinette der HdK Stettin).

Auf dem Gruppenbild von links: Paweł Guz, Agata Porczak, Aleksandra Wojtachnia, Friederike Bieber, Dr. Dr. Sylwia Burnicka - Kalischewski, Anna Jarmołowicz-Waszczuk, Dr. Maria Behrendt, Wanda Wojciechowska, Marthe Lewald, Michał Landowski, Alena Khomich, Joanna Wojtowicz, Emilia Raiter, Foto Dr. Frank Bieber.

Fotos: Dr. Frank Bieber, Romuald Kalischewski

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.akademiasztuki.eu
Veröffentlichung/ data publikacji: 03.05.2015