Erfolgreiches Gastspiel in Schwäbisch Hall

Aleksandra Wojtachnia, Julita Wudarczyk, Kiwanis Benefizkonzert Schwäbisch Hall.jpg
Alexander Kalischewski, Kiwanis Benefizkonzert  Schwäbisch Hall 24.07.2017.jpeg

Am Montag, den 24. Juli 2017 veranstaltete der Kiwanis Club Schwäbisch Hall im Konzertsaal der Arche Sonnenhof ein Benefizkonzert zugunsten einer Hilfseinrichtung für behinderte Kinder. Der Erlös wird für einen neuen Kinderspielplatz, insbesondere für eine Rollstuhl-Schaukel benötigt. Bei diesem Konzert ging es um die menschliche Stimme – vom Knabensopran über Gesangsstudenten bis hin zu renommierten Opernsängerinnen. Alexander Kalischewski, Gesangsschüler der Kreismusikschule Uecker-Randow, wurde auf Grund seiner bisherigen sängerischen Erfolge für dieses Konzert als Knabensopran verpflichtet, 3 anspruchsvolle Stücke zu singen. Die Präsentation der zweiten Stufe innerhalb der Entwicklung einer Stimme übernahmen die Gesangsstudentinnen Aleksandra Wojtachnia, Julita Wudarczyk und Eliza Nowakowska, Gesangsstudentinnen der Hochschule der Künste Stettin. Im zweiten Teil des Konzertes zeigten dann als Vollendung der Gesangskunst die langjährig erfahrenen Sängerinnen Prof. Dr. Dr. habil. Sylwia Burnicka-Kalischewski, die auch Gesangsprofessorin an der Hochschule der Künste Stettin ist, und Friederike Meinel, die im letzten Jahr zur Kiwanis-Botschafterin Deutschland ernannt wurde, ihr Können. Daneben wurden noch Instrumentalisten, die Bundespreisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ aus der Region Schwäbisch Hall sind, vorgestellt. Das sehr beachtete und vielfarbige Konzert begeisterte das Publikum.
Alexander Kalischewski rührte so manchen mit seiner wunderschön gesungenen Arie „Caro mio ben“ zu Tränen. Die Zuhörer waren sichtlich bewegt, was eine schöne Stimme in diesem jungen Alter schon leisten kann. Die drei Gesangsstudentinnen verführten das Publikum nicht nur durch ihre attraktiven äußeren Erscheinungen, sondern vor allem auch durch ihre frischen jugendlichen Stimmen. Als Dalila überzeugte Aleksandra Wojtachnia. Julita Wudarczyk mit der Arie der Lauretta „O mio babbino caro“ und Eliza Nowakowska als Zerlina sangen sich charmant in die Herzen des Publikums.
Im zweiten Teil des Konzertes standen Werke von Richard Wagner und Richard Strauss sowie die berühmte Polonaise in As-Dur op. 53 von Frederic Chopin auf dem Programm.
Hier konnten die beiden Opernsängerinnen Friederike Meinel und Sylwia Burnicka- Kalischewski ihr großes gesangliches Können zeigen. Die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner verlangen einer Sängerin und ebenso ihrer Klavierbegleiterin alles ab - vom zartesten Pianissimo bis hin zum exaltierten Forte. Um die großen Atembögen bewältigen zu können, braucht man hier die stimmlichen Voraussetzungen, die Friederike Meinel meisterlich erfüllte. Die Pianistin Yuki Inagawa war eine exellente Partnerin an ihrer Seite. Sehr passend zu den Wagner-Liedern, gesellten sich die Lieder „Zueignung“ und „Die Nacht“ von Richard Strauss, die nicht minder schwierig zu musizieren sind. Hier zeigte Sylwia Burnicka-Kalischewski mit wunderschöner Stimme elegant geführte Legatolinien und eine Vielfarbigkeit, die diese Lieder zu einem Erlebnis machten.
Chopin’s Polonaise in As-Dur spielte Michal Landowski, der Sylwia Burnicka-Kalischewski, die Gesangsstudentinnen und Alexander Kalischewski einfühlsam begleitet hatte. Hier konnte er beweisen, dass er nicht nur ein hervorragender Liedbegleiter, sondern auch ein virtuoser und charismatischer Solist ist. Die Zuhörer waren beeindruckt von seinem Können und zeigten dies auch im Applaus.
Das i-Tüpfelchen auf das Konzertprogramm setzte die 1. Szene aus dem 3. Akt von Richard Wagners „Walküre“, die das große Finale bildete. Hier ließ sich das Publikum vollends von solch starker Emotionalität und Stimmgewalt mitreißen, dass es am Schluss begeisterte Ovationen gab. Ein mehr als gelungener Abend!

Vollständiger Text/ cały tekst:
Veröffentlichung/ data publikacji: 26.07.2017

Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion

Vielleicht interessieren Sie sich für einen der aktuellen Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion: