Eierkegeln, Schmackostern und Nasser Montag - Ostereier und Osterbräuche in Schlesien

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Mit dem Osterfest verbinden sich viele regionale Bräuche und Traditionen. „Schmackostern“ bezeichnet das Schlagen von jungen Frauen am Ostermontag mit einer bunt geschmückten Lebensrute. Dieses Ritual ist in Mittel- und Ostdeutschland wie auch in Schlesien bekannt. In ganz Polen verbreitet ist der „Nasse (Oster-) Montag“, an dem junge Frauen und Mädchen mit Wasser begossen werden. Wer wissen möchte, was es mit solchen, teils sehr skurrilen Traditionen auf sich hat, findet Antworten in dieser Sonderausstellung. Das Oberschlesische Landesmuseum präsentiert eine Auswahl aus seiner mittlerweile mehr als 550 Ostereier umfassenden Sammlung. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Osterbräuche, die mit Film- und Bildmaterial eindrucksvoll dokumentiert werden. Erstmals zu sehen sind historische Filmaufnahmen verschiedener Osterbräuche aus der Karwoche: Prozessionen, Segnungen, Osterreiten und der „Nasse Montag“. Diese seltenen Aufnahmen von vor 30 Jahren zeigen, wie in Oberschlesien Ostern gefeiert wird – seitdem hat dort ein fortschreitender Wandel viele alte Bräuche verschwinden lassen oder transformiert. Die Aufnahmen stammen aus der Sammlung des Filmemachers Josef Cyrus.
Über Schlesien hinaus geht der Blick auch auf andere Regionen, denn der Brauch, zu Ostern Eier kunstvoll zu verzieren und zu verschenken, ist weit verbreitet und wird heute vielerorts durch Ausstellungen, Ostermärkte und Wettbewerbe neu belebt. Daran knüpft das Oberschlesische Landesmuseum mit seiner Ausstellung und seinem Ostermarkt an.

Die Erschließung der historischen Filmaufnahmen für die Ostereier-Ausstellung ist ein Projekt des Kulturreferenten für Oberschlesien in Zusammenarbeit mit dem OSLM

Event: 04.03.2018 - 15:00 - 06.04.2018 - 17:00
Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.oslm.de
Veröffentlichung/ data publikacji: 20.02.2018

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