Von Warschau lernen

Lokaltermin am einstigen Ort des Grauens: 70 Jahre nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs tagen polnische und deutsche Historiker in Warschau.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.sueddeutsche.de/,ra4m1/kultur/968/488365/text/
Veröffentlichung/ data publikacji: 25.09.2009

Kommentare

Warschauer Aufstand, Sinn-und Vorbild fuer 2009

Als Deutscher, dessen Oma in Auschwitz nach dem "Duschen" durch den Krematoriumskamin gejagt wurde, befremden Fragen wie im Artikel:

Zitat(Ausschnitt)
-...... Ob der Warschauer Aufstand berechtigt war, oder nicht, wird sich aus heutiger Sicht nicht mehr klären lassen – es ist eine Frage der Bewertung: scheinbar sinnlose Verluste gegen die Würde einer Nation......Zitat Ende

Schon in der Fragestellung wird die Wuerde der Nation wieder verletzt. Wann merkt man es eigendlich seitens eines Herausgebers, wessen Geistesgroessen hier am Werke sind. Ist der verdiente "Taler" am Medien-Markt 2009 mehr wert als die Ehre zumindest der Geschichte, die man hier ekelhaft an den Backsteinen der Gebaede festmachen will. An welchen wirklichen Beispielen, wenn nicht am Warschauer Aufstand soll man denn der Jugend 2009 die unbedingte Notwendigkeit des Aufstandes gegen den, der ein ganzes Volk abschlachten will ,vermitteln.

Wo faengt Menschenwuerde an? Ab wann soll man sich wehren? Dann, wenn man tot ist und durch den Ofen gejagt wurde indem man vom Himmel aus den Peinigern auf den Kopf spuckt, oder wenn eine Horde von MoechtegerneDemokratiemoerder ihre Politspielchen auf Kosten der Wuerde eines Volkes betreiben...??

Wenn heute in 2009 von sogenannten Historikern nicht im wesentlichem Punkt die Antwort gegeben werden kann, dies klar, deutlich, unmissverstaendlich.....

....dann wundert es mich tatsaechlich nicht mehr, dass die ideologischen Nachfolger der Massenmoerder, die sich heute NPD nennen, ungestraft erst mal schon wieder ein ganzes Volk in Deutschland zum Spott an den Laternenmasten aufgehaengen duerfen. Dies in Goerlitz sogar 4 Monate lang. .... wie wir nun aus den Ereignissen der Vorwahlzeit in Bezug auf die Antipolnische Plakatwelle wissen.

Alles hat seine Zeit. Auch die das zu sagen, was gesagt werden muss.

Frank Gottschlich

Warschauer Aufstand (nicht Warschauer Ghettoaufstand)

Es muss erlaubt sein, darüber nachzudenken, ob eine bestimmte bewaffnete Widerstandsaktion zu einem bestimmten Zeitpunkt sinnvoll ist und Aussicht auf Erfolg verspricht oder ob man sich entscheidet darauf zu verzichten, weil sie zu viele Opfer kosten würde.
Wehren muss man sich immer, aber wie - das kann man nur in einer konkreten Situation konkret beantworten.

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