Orchestriertes Schweigen in Polen

Berlin hallt wider vom Streit Erika Steinbachs mit Guido Westerwelle. In Polen aber, wo man die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen tief und einhellig verabscheut, seit sie im Bundestag gegen die Anerkennung der Nachkriegsgrenze gestimmt hat, ist die Regierung bis heute überraschend ruhig geblieben. Dieses Schweigen ist orchestriert. Im vertraulichen Gespräch sagt man in Warschau, man halte bewusst und angestrengt still, weil man verstanden habe, dass jeder Angriff aus Polen die Gegnerin in Berlin nur stärker mache. Man wolle den Eindruck vermeiden, dass Polen in einer inneren Angelegenheit Deutschlands - bei der Besetzung des Stiftungsrats für das geplante Vertriebenenmuseum in Berlin - ein „Vetorecht“ in Anspruch nehme, das ihm nicht zustehe.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 08.01.2010