Von Juden und jüdischen Antisemiten

Tumulte bei der Diskussion in der Jüdischen Gemeinde in Berlin über deutsche Medien und Israelkritik.

Normalerweise stehen die Polizisten vor der Synagoge und dem Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße, um mögliche Angriffe von außen auf die jüdischen Einrichtungen abzuwehren. An diesem Abend aber wurde die Polizei in den Versammlungssaal in der dritten Etage gerufen, um im Auftrag der Jüdischen Gemeinde junge Israelis und deutsche Juden aus dem Saal zu entfernen, die von anderen Anwesenden als Antisemiten beschimpft wurden. Und mit hämischen „Yalla, Yalla“–Rufen (Arabisch für „Geh!“ oder „Hau ab“) verabschiedet wurden.

Geplant war eigentlich eine Podiumsdiskussion über den Umgang deutscher Medien mit Israelkritik und Antisemitismus. Löblich, endlich offen auseinanderzudividieren, was Kritik an einer Regierung ist und was Antisemitismus. Doch die Einladung der Jüdischen Gemeinde gab bereits einen sehr polemischen Ton vor: Angeprangert wurde ein in der „Taz“ erschienener Artikel der in Deutschland lebenden Israelin Iris Hefets, der die Frage aufwerfe, ob „Antisemitismus in deutschen Medien wieder salonfähig ist“.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://www.tagesspiegel.de/politik/von-juden-und-juedischen-...
Veröffentlichung/ data publikacji: 30.04.2010