Sarkozy, die Roma und die düpierte EU

Die belgische EU-Präsidentschaft sollte den Pariser „Anti-Roma-Gipfel“ boykottieren.
Präsident Nicolas Sarkozy versucht eben wieder mit der für ihn typischen Mischung aus Populismus und Hyperaktivität zu überzeugen. Bemerkenswert ist vielmehr, dass Vertreter der EU-Kommission nicht auf der Gästeliste stehen. Damit ist die Botschaft klar: Wir bestimmen, wie wir mit Einwanderern aus anderen EU-Staaten umgehen. Was Brüssel sagt, ist irrelevant.
Dies ist nicht nur ein symbolischer Faustschlag für die Bemühungen Brüssels, die Einwanderungspolitik auf EU-Ebene zu koordinieren – ausgerechnet vonseiten eines der mächtigsten EU-Mitglieder. Es ebnet auch den Weg, um eines der wichtigsten Grundprinzipien der EU zumindest zu hinterfragen: die Freiheit für EU-Bürger, sich innerhalb der Union aufhalten zu können.

Vollständiger Text/ cały tekst: http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/590011/index.do
Veröffentlichung/ data publikacji: 26.08.2010