Martin Kaul

Der Aufschrei wird lauter

Es ist eine verstörende Szene. Ein stiller, bedrückender Protest. Nur das metallische Klappern ihrer Fußketten auf dem Asphalt ist zu hören. Elf Menschen, hager, im Gesicht bleich geschminkt, die Augen im dunklen Ton unterlegt, gehen langsam die Straße hoch. Ihre grau-weiße Uniform erinnert an die Kittel von KZ-Häftlingen. Jetzt marschieren sie, stur, der Route der rund 1.200 Neonazis entgegen. "Für das Erinnern - Wir trauen um jeden Menschen, den wir an den Faschismus verlieren", steht auf dem Transparent der kleinen Gruppe.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.01.2012

Leider nichts gelernt

Oury Jalloh, das war Mord!" Für diese polizeikritische Meinung werden Afrikaner in Dessau auch heute, sieben Jahre nach dem unaufgeklärten Tod von Oury Jalloh, von der Polizei krankenhausreif geschlagen. Nach all dem staatlichen Versagen in puncto Neonaziterror ist das ein weiterer Beleg für den institutionellen Rassismus in Deutschland.

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.01.2012

Polizeiübergriff auf Gedenkdemo

Es ist nicht mehr nur die Geschichte des toten Oury Jalloh. Es ist längst auch die Geschichte des Guineers Mouctar Bah und seiner Freunde. Sie wollten am Samstag, dem Todestag Jallohs, in Dessau demonstrieren. Doch am Ende dieses Tages lag Mouctar Bah im Krankenhaus: niedergeschlagen von Dessauer Polizisten.

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.01.2012

Unsauberer Journalismus bei der taz: Mit schlechtem Beispiel voran

Am Wochenende veröffentlichte die taz Dokumente, die tiefen Einblick in die Welt des Lobbyismus geben. Es ist Zeit für eine selbstkritische Debatte. Wir fangen an.

Veröffenlichung/ data publikacji: 01.11.2011

taz enthüllt: Die Geheimpapiere der Atomlobby

Bezahlte Wissenschaftler, instrumentalisierte Frauen: Interne Papiere zeigen, wie die Atomkonzerne und ihre Lobbyorganisation die Öffentlichkeit beeinflusst haben. Im Frühjahr 2008 erhielt die Lobbyagentur Deekeling Arndt Advisors den Auftrag, bis zur Bundestagswahl im Herbst 2009 einen Meinungsumschwung für die Atomkraft in Deutschland zu erreichen. Der Auftrag kam vom Deutschen Atomforum, in dem sich die vier Betreiber der deutschen Atomkraftwerke – RWE, Vattenfall, Eon und EnBW – zusammengeschlossen haben.

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.10.2011

Uni-Präsident über Verträge mit Privatfirmen "Nicht die Werkbank der Industrie"

Der Präsident der Technischen Uni Berlin verteidigt die Knebelverträge mit der Deutschen Bank. Die Abmachung über eine Forschungskontrolle durch die Bank sei gängiger Standard.
Sie haben sich ein Institut von der Deutschen Bank zahlen lassen. Die Bank bestimmt, wer Professor wird und was gelehrt wird, sie darf Forschung zensieren und das Marketing kontrollieren. Schämen Sie sich nicht?
Nein, ich schäme mich insofern nicht, weil erstens die Hälfte von dem, was Sie gesagt haben, nicht stimmt und die andere Hälfte nie zum Tragen kam.

Veröffenlichung/ data publikacji: 01.06.2011

Sponsoren an der Uni - Wirtschaft gegen Geheimverträge

Der Deutsche Stifterverband fordert von Firmen eine Veröffentlichungspflicht beim Sponsoring. Geheime Verträge mit Universitäten soll es nicht mehr geben. Nach der Kritik an einer umstrittenen Kooperation zwischen der Deutschen Bank und zwei Berliner Spitzenunis hat sich der wirtschaftsnahe Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft für eine künftige Offenlegung von Kooperationsvereinbarungen zwischen Unternehmen und Hochschulen ausgesprochen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 31.05.2011

Berliner Uni rudert zurück - Kein Gekuschel mehr mit Großbank

Die Humboldt-Uni distanziert sich vom Sponsorenvertrag mit der Deutschen Bank. Ihr Präsident will, dass die Unabhängigkeit der Wissenschaft klarer artikuliert wird. Die erste Uni rudert zurück.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.05.2011

Wissenschaft im Ausverkauf

Was ist daran verwerflich, wenn sich die Kompetenzen privater Unternehmen mit denen der freien Wissenschaft offen und transparent begegnen? Erst recht, wenn die Wirtschaft dafür auch noch ordnungsgemäß zahlt? Und leicht könnte man sagen: nichts. Doch im Fall an den Berliner Universitäten geht es nicht um reine Auftragsforschung, sondern um die Gründung eines ganzen Instituts. Die beiden Universtäten, vertreten durch ihre Präsidenten, gaben die Kontrolle über den Lehr- und Forschungsplan dieses Instituts strukturell aus der Hand. Damit ist eine Grenze überschritten.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.05.2011

Institutsgründung an Berliner Unis - Wissen von der Deutschen Bank

Die Privatwirtschaft soll Verantwortung an den Unis übernehmen, fordert die Bundesregierung. Wie weit die inzwischen reicht, zeigt ein bislang geheimer Vertrag. Mitsprache in der Lehrkonzeption, Lehraufträge für Bankmitarbeiter, Vetorecht bei der Veröffentlichung von Forschungsergebnissen, gesonderte Werberechte an der Uni. Mit einem exklusiven "Sponsoren- und Kooperationsvertrag" hat die Deutsche Bank sich an zwei Berliner Universitäten weitreichende Mitspracherechte zusichern lassen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.05.2011

Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion

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