Jens Mattern

Rechtskatholiken in Warschau protestieren

Das Kreuz ist weg, die Frömmler bleiben. In Warschau haben Sicherheitskräfte am Donnerstagmorgen das umstrittene Holzkreuz vor dem Präsidentenpalast entfernt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.09.2010

Ein sinkendes Schiff namens Steinbach

Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, hat mit Äußerungen zur Politik Polens am Vorabend des Zweiten Weltkrieges Empörung ausgelöst. Wörtlich sagte sie: "Und ich kann es auch leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1939 mobil gemacht hat." Nach teils heftiger Kritik erklärte Steinbach, nicht mehr für den CDU-Vorstand zu kandidieren.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.09.2010

Polens Linke greift Kirche an

Sexualkundeunterricht statt katholischer Religion. Die Demokratischen Linksallianz plädiert für ein Zurückdrängen der Kirche aus der Gesellschaft.

Veröffenlichung/ data publikacji: 09.09.2010

Solidarnosc-Feier als polnische Kampfarena

Festtag oder Konfrontation?", fragte die linksliberale polnische Gazeta Wyborcza noch am Montag, dem Tag vor den Jubiläumsfeierlichkeiten der Gewerkschaft Solidarnosc in Gdingen/Gdynia. Vor 30 Jahren, am 31. August setzten die streikenden Danziger Werftarbeiter ihre 21 Forderungen gegenüber der kommunistischen Staatsführung durch und gründeten am 17. September die freie Gewerkschaft Solidarnosc.

Veröffenlichung/ data publikacji: 01.09.2010

"Niemand hat uns gewarnt"

Das Hochwasser im Einzugsgebiet der Neiße hat am Wochenende in Polen die Stadt Bogatynia nahe der tschechischen Grenze unter Wasser gesetzt. 600 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Der kleine Neiße-Nebenfluss Miedzianka sei über die Ufer getreten und habe mit einer vier Meter hohen Welle drei Viertel der 18 000 Einwohner zählenden Stadt zerstört, meldete der Nachrichtensender TVN 24, "Die Stadt starb innerhalb von zwei Stunden vor unseren Augen", sagte der Bürgermeister Andrzej Gmielewicz. Im Fernsehen bat er um Hilfe, vor allem um Trinkwasser, Brot und Decken.

Veröffenlichung/ data publikacji: 09.08.2010

Die Kaczynski-Freunde geben nicht auf

Nicht Bronislaw Komorowski hat die Wahlen gewonnen", kommentiert die liberale Gazeta Wyborcza die Stichwahl zum polnischen Präsidentschaftsamt, in der 52,6 Prozent der Wähler für den Kandidaten der regierenden konservativ-liberalen Bürgerplattform (PO) stimmten. Vielmehr habe Jaroslaw Kaczynski gegen Jaroslaw Kaczynski verloren. Die Vision einer moralisch gereinigten Gesellschaft, der "vierten Republik", die Kaczynski als Premier mit polizeistaatlichen Mitteln umsetzen wollte, sei noch in der Erinnerung der Wähler.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.07.2010

Lächeln nach der Niederlage

Jaroslaw Kaczynski lächelte und verteilte Handküsse. Der Chef der nationalkonservativen Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) machte am Montag in London den Polen in Großbritannien seine Aufwartung. Er appellierte an seine etwa eine Million Landsleute im Exil, zurück nach Polen zu kommen und versprach denen, die in Großbritannien bleiben wollen, eine Verbesserung ihres rechtlichen Status.

Veröffenlichung/ data publikacji: 30.06.2010

Stimmungswandel vor der polnischen Wahl

In Polen wird in einer Woche der neue Staatspräsident gewählt. Der rechtskonservative Kandidat Jaroslaw Kaczynski gewinnt im Vergleich zum kommissarischen Amtsinhaber Bronislaw Komorowski an Zustimmung. Bereits 35,8 Prozent der polnischen Wähler würden für den Bruder des in Smolensk verunglückten Präsidenten stimmen, während das Potenzial Komorowskis innerhalb zweier Wochen von 46,2 Prozent auf 41,2 sackte.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.06.2010

Verflixte Symbole

Ein langgezogener Industriebau am Westrand von Warschau wird in diesen Tagen in einen schmucken Hindu-Tempel umgebaut. Das Rot der Backsteine verschwindet unter leuchtendem Weiß, Götterfiguren und Marmor lässt der Bauherr, die Indische Gesellschaft in Polen (IAP), eigens aus Indien einfliegen. Der Tempel soll ein Ort der Begegnung werden, auch Nicht-Hindus sind willkommen. Sie werden aber etwas sehen, was sonst in Polen nicht zu sehen ist: die Swastika, auch als Hakenkreuz bekannt. Der Antrag zur Verwendung des Zeichens liegt gerade bei den Behörden. Die Entscheidung steht noch aus.

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.06.2010

Willkommen in Morag

In einer polnischen Kleinstadt werden US-Raketen stationiert. Die Bürger sind dafür, aber ganz wohl ist ihnen doch nicht

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.05.2010
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