Jens Mattern

Polnischer Pilot: Lotse mitschuldig

Das Flugzeug, das mit dem polnischen Präsidenten Lech Kaczynski bei Smolensk verunglückte, habe sich nicht im finalen Landemanöver befunden. Der Pilot habe sich im Landeanflug befunden, bei dem der Senkflug noch abgebrochen werden konnte. Dies erklärte Artur Wosztyl, der Pilot der ersten Regierungsmaschine, die anderthalb Stunden vor dem Absturz der zweiten sicher in Smolensk gelandet war. Bei der Katastrophe am 10. April kamen der Präsident Lech Kaczynski und seine Frau sowie 94 Personen der polnischen Öffentlichkeit ums Leben.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.05.2010

Nur Kaczynski kann Kaczynski ersetzen

Der Zwillingsbruder des verunglückten polnischen Präsidenten soll am 20. Juni zur Wahl antreten

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.04.2010

Polen trauert um Politiker-Elite

Die Haupstadt trägt Trauer: in dunklen Jacken und Mäntel sind die meisten Menschen gehüllt, die am Samstag abend aus der U-Bahnstation "Ratusz Arsenal" strömen, sie halten Kerzen in der Hand und Schirme. Es regnet. Sie laufen die Dluga-Straße hinunter zur Messe der Feldkirche des polnischen Militärs. Unterwegs halten einige an der Hausnummer 26 an und entzünden Kerzen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.04.2010

Nach 70 Jahren ein gemeinsames Gedenken

Boleslaw Skapski war Staatsanwalt im polnischen Justizministerium. Als die deutsche Wehrmacht im September 1939 vor Warschau stand, wich er mit seiner Regierungsstelle nach Osten aus. Die Rote Armee, die gemäß dem Hitler-Stalin-Pakt im damaligen Ostpolen einrückte, verhaftete ihn und seine Kollegen ein paar Tage später. Sie wurden in Lager des Geheimdienstes gesperrt und im Frühjahr 1940 in den westrussischen Wäldern bei Katyn erschossen: mehr als 22 000 Offiziere und höhere Beamte insgesamt, die Elite Polens.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.04.2010

Kapuczynski und die Größe der Niederlage

Er überschritt grüne Grenzen, sah Revolutionen ausbrechen und Köpfe rollen, stand selbst mehrfach kurz vor der Erschießung, überstand Tropenkrankheiten und sagte angeblich Du zu Che Guevara und Patrice Lumumba: Ryszard Kapuczinski, die polnische Reporterlegende wird als Vorbild für Journalisten gehandelt. Als er 2007 mit 74 Jahren starb, schrieben das auch US-Zeitungen auf der ersten Seite.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.02.2010

Sichtbares Zeichen gegen Weißrussland

Der weißrussische Staatspräsident Aleksander Lukaschenko hat ein sichtbares Zeichen gesetzt: Am Montagmorgen ließ er Andzelika Borys, die Vorsitzende der Polnischen Minderheit in Weißrussland, und etwa 40 weitere Mitglieder des Bundes der Polen wegen eines nichtigen Grundes verhaften. Der Bund streitet für mehr Minderheitenrechte, der Staat unterstellt ihm Separatismus. Auch den Optimisten muss nun klar sein, dass Europas letzter Diktator nicht einmal die geringste Erosion seiner Macht zulässt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.02.2010

Neue Hoffnung für ein altes Projekt

"Mehr Schwung" forderte Werner Hoyer in Warschau für die Europapolitik. Der FDP-Politiker und Staatsminister für Europafragen traf sich am Montagabend mit seinen polnischen und französischen Amtskollegen Mikolaj Dowgielewicz und Pierre Lellouche, um das sogenannte Weimarer Dreieck wiederzubeleben. Frankreich, Polen und Deutschland wollen in Zukunft enger zusammen arbeiten und vor allem in den Bereichen "Vertrag von Lissabon", Energie-, Klima- und Wirtschaftspolitik Ideengeber für die restlichen EU-Länder sein.

Veröffenlichung/ data publikacji: 03.02.2010

Frieren bei Kerzenschein

In den meisten Teilen Polens liegen die Temperaturen um die 20 Grad minus, in einigen Orten an der Ostgrenze sanken die Werte sogar unter die Minus-30-Grad-Marke.

Zu viele Bedürftige

Immer morgens gibt das Krisenzentrum die traurige Bilanz des Vortages bekannt. Gestern wurden wieder zehn Erfrorene vermeldet. Mehr als 202 Menschen sind in diesem Winter in Polen infolge der niedrigen Temperaturen ums Leben gekommen. Die Kältetoten kommen aus den ärmsten Schichten der Gesellschaft: Viele von ihnen waren schon älter, alkoholabhängig und obdachlos.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.01.2010

Deutsche Bahn soll zahlen für Deportationen

In Polen haben die beiden größten Verbände, die ehemalige Zwangsarbeiter und Häftlinge aus der Zeit der deutschen Okkupation vertreten, von der Deutschen Bahn die Einrichtung eines Hilfsfonds verlangt. Auslöser der Forderungen sind Pläne der Bahn, in diesem Jahr in Polen als Konkurrenz zur Polnischen Staatsbahn (PKP) aufzutreten.

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.01.2010

Die anderen Vertriebenen

Umgesiedelte aus dem früheren Ostpolen trauern ihrer alten Heimat nach - und wehren sich gegen deutsche Ansprüche

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.01.2010

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