Sobibor

Zukunft des Gedenkens

Thomas Blatt und Filip Bialowicz erzählen vom Aufstand im deutschen Vernichtungslager Sobibor 1943, als wäre er gestern gewesen. »Wir lockten die deutschen Wachmänner zum Magazin. Da warteten bereits sowjetische Juden auf sie. Das waren die einzigen unter uns, die einmal als Soldaten gedient hatten und mit Waffen umgehen konnten.« Die Gefangenen töteten die Wachleute, um an Waffen zu kommen. Knapp 400 Juden entkamen. Ringsum gab es nur sumpfigen Wald, ein Minenfeld und hinter der Bahnrampe das Dorf Sobibor. Doch dort suchte kaum jemand Zuflucht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.10.2013

Als die NS-Mordfabriken an ihre Grenzen stießen

Im Sommer 1942 war die Probephase abgeschlossen. Unter dem Tarnnamen "Aktion Reinhardt" begann in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka die industrielle Menschenvernichtung.

Veröffenlichung/ data publikacji: 25.07.2012

Zapomniane miejsca masowej zagłady Żydów

Alarmujący artykuł na temat fatalnej kondycji finansowej polskich muzeów działających w byłych niemieckich obozach zagłady opublikowała Żydowska Agencja Telegraficzna (JTA). Według znanej z sympatii do naszego kraju dziennikarki Ruth Ellen Gruber dalsze istnienie placówek w Bełżcu, Sobiborze, Treblince, Majdanku czy Chełmnie jest poważne zagrożone.

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.10.2011

Geläutert und kaltschnäuzig

Im Vernichtungslager Sobibor wurden von Mai 1942 bis Oktober 1943 170 000 bis 250 000 Menschen ermordet, fast ausschließlich Juden. Die Nazis versuchten, alle Spuren der Taten zu verwischen, und brannten das Lager nieder. Im Jahr 1961 ließ der polnische Staat ein Mahnmal auf dem Aschefeld errichten, allerdings ohne einen Hinweis auf die jüdischen Opfer. Erst 1993 wurden zum Jahrestag des Häftlingsaufstandes vom 14. Oktober 1943 ein Museum eröffnet und die Gedenktafel ausgewechselt (Jungle World 48/2009).

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.08.2011

Kein Geld für die Erinnerung

Die Gedenkstätte Sobibor wurde erst geschlossen, dann nach Protesten wieder geöffnet. Die Finanzierung ist aber nur bis Ende Juli gesichert. Wie es danach weitergeht, ist völlig offen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.07.2011

Das vergessene Lager

Auf dem Berliner Wittenbergplatz erinnert eine Tafel an die nationalsozialistischen Konzentrationslager. Sie nennt die „Orte des Schreckens, die wir niemals vergessen dürfen“ – darunter Auschwitz, Treblinka, Bergen-Belsen und Dachau. Das Vernichtungslager Sobibor allerdings fehlt, obwohl in dem kleinen Ort in der Nähe von Lublin mindestens 250 000 Juden ermordet worden sind. Sobibor ist einer der vergessenen Tatorte des Holocaust. Erst durch den Münchener Prozess gegen den KZ-Wachmann John Demjanjuk rückte dieses Lager ins Bewusstsein einer größeren Öffentlichkeit.

Veröffenlichung/ data publikacji: 15.06.2011

Angehörige der Sobibor-Opfer empört

"Die Deutschen bauen sich ein schickes Holocaustmahnmal in Berlin und denken, damit ist die Sache erledigt", empört sich Marek Bem, langjähriger Leiter der Gedenkstätte Sobibor in Südostpolen. "Für die Mordstätten in den Sümpfen Osteuropas interessiert sich kein deutscher Politiker und kein Botschafter."

Veröffenlichung/ data publikacji: 08.06.2011

NS-Gedenkstätte Sobibor geschlossen

Nach der Schließung des Museums im ehemaligen deutschen NS-Vernichtungslager Sobibor im Osten Polens sucht das polnische Kulturministerium dringend nach einer Zwischenlösung. Die Gedenkstätte Sobibor solle nun in eine Filiale des Museums Majdanek umgewandelt werden, teilte das Kulturressort in Warschau auf seiner Internetseite am Freitag mit. Das Museum im ehemaligen KZ Majdanek wird als staatliche Einrichtung aus dem Staatshaushalt finanziert. Erst ab 2012 soll dann das Kulturministerium selbst die Finanzierung der Gedenkstätte Sobibor übernehmen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 04.06.2011

Kein Geld, kein Gedenken Museum im ehemaligen KZ Sobibor geschlossen

„Ohne Geld können wir nicht funktionieren“, sagt Marek Bem. Anfang Juni musste der Leiter der KZ-Gedenkstätte Sobibor sein Museum schließen. „Wir sind selbst schockiert“, sagte Bem der polnischen Tageszeitung „Rzeczpospolita“. Bis zuletzt hatte der langjährige Leiter für die Finanzierung der Überreste jenes Nazi-Vernichtungslagers gekämpft, in dem der kürzlich in München verurteilte KZ-Aufseher John Demjanjuk Dienst tat.

Veröffenlichung/ data publikacji: 03.06.2011

Polen - Erinnern kostet

Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Sobibor fordert Geld aus Deutschland. Hier ermordeten die Nazis 1942 und 1943 rund 250.000 Juden aus Polen, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, der damaligen Tschechoslowakei und der Sowjetunion. Anfang Mai drohte der Gedenkstätte wegen Geldmangels die Schließung. Zwar hatte das Warschauer Kulturministerium die Gedenkstätte vom Landkreis in Wlodawa übernehmen wollen, dann aber den Termin auf den 1. Januar 2012 verschoben.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.05.2011

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