Konrad Schuller

Versöhnung sogar mit den einstigen Kampfgefährten

Auch in der letzten Fernsehdebatte vor der Stichwahl am kommenden Sonntag hat Jaroslaw Kaczynski seinen Imagewechsel vom Spalter zum Friedensengel durchgehalten. Seinen Gegner Bronislaw Komorowski hat er damit in große Schwierigkeiten gebracht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.07.2010

Komorowski und Kaczynski werben um Linke

Bei der Präsidentenwahl in Polen liegt Bronislaw Komorowski vorn, verfehlte aber die absolute Mehrheit. Am 4. Juli wird es eine Stichwahl gegen den Zweitplazierten Jaroslaw Kaczynski geben. Beide werben um die Wähler der postkommunistischen Linken.

Veröffenlichung/ data publikacji: 21.06.2010

Die radikale Mäßigung der Kandidaten

Vor den Präsidentschaftswahlen 2005 war Polen noch eine der streitlustigsten Demokratien Europas. An diesem Sonntag wählen die Polen einen neuen Präsidenten - aber dieses Mal wird der Wahlkampf beherrscht von den Geboten der Trauer und der Harmonie.

Veröffenlichung/ data publikacji: 19.06.2010

Das Schweigen des Luftwaffenchefs im Cockpit

Niemand hat den Piloten des Flugzeugs mit dem polnischen Präsidenten befohlen, die Landung im Nebel zu versuchen. Aber es hat auch niemand gesagt, was sie stattdessen tun sollten. Vieles bleibt unklar an diesem Landeanflug.

Veröffenlichung/ data publikacji: 03.06.2010

Ein bisschen viel Frieden

Jaroslaw Kaczynskis Metamorphose vom Schlachtross zur Friedenstaube ist nur eine von vielen Wandlungen, die Polen derzeit erlebt. Mit dem Tod Lech Kaczynskis hat sich die politische Kultur im Land verändert.

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.05.2010

Jaroslaw Kaczynski kandidiert

Jaroslaw Kaczynski will seinem tödlich verunglückten Bruder Lech ins Amt des polnischen Präsidenten folgen. Wenige Minuten vor Ablauf der dafür gesetzten gesetzlichen Frist verkündete er, dass er bei der kommenden Präsidentenwahl in Polen im Juni kandidiert.

Veröffenlichung/ data publikacji: 26.04.2010

Ein Platz unter Königen

Die Nachricht kam am Dienstag, als die Schlange der Menschen, die vor dem Präsidentenpalast in Warschau dem verunglückten Staatsoberhaupt Lech Kaczynski und seiner Frau die letzte Ehre erweisen wollten, einen Kilometer maß und die Wartezeit acht Stunden betrug: Der Metropolit von Krakau, Kardinal Dziwisz, hat Jaroslaw Kaczynski, dem Bruder des toten Präsidenten, versprochen, dass die Toten in der Gruft der Wawel-Kathedrale in Krakau begraben werden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 15.04.2010

Entscheidungen in Zeiten der Trauer

Bronislaw Komorowski ist ganz anders in die Funktionen des polnischen Staatsoberhauptes eingetreten, als er sich das gewünscht hat. Eigentlich wollte er bei der Präsidentenwahl im Herbst gegen den nationalkonservativen Amtsinhaber Lech Kaczynski antreten, aber dessen Tod bei dem Flugzeugabsturz von Smolensk hat ihn jetzt kampflos in die Funktion gebracht, die er eigentlich im direkten Zweikampf erstreiten wollte. Als Übergangspräsident sind ihm nach dem Tode Kaczynskis dessen Pflichten als Präsident zugefallen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.04.2010

Entscheidungen in Zeiten der Trauer

Bronislaw Komorowski ist ganz anders in die Funktionen des polnischen Staatsoberhauptes eingetreten, als er sich das gewünscht hat. Eigentlich wollte er bei der Präsidentenwahl im Herbst gegen den nationalkonservativen Amtsinhaber Lech Kaczynski antreten, aber dessen Tod bei dem Flugzeugabsturz von Smolensk hat ihn jetzt kampflos in die Funktion gebracht, die er eigentlich im direkten Zweikampf erstreiten wollte. Als "Sejm-Marschall", als Präsident des polnischen Unterhauses, sind ihm nach dem Tode Kaczynskis dessen Pflichten als Präsident zugefallen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.04.2010

Orchestriertes Schweigen in Polen

Berlin hallt wider vom Streit Erika Steinbachs mit Guido Westerwelle. In Polen aber, wo man die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen tief und einhellig verabscheut, seit sie im Bundestag gegen die Anerkennung der Nachkriegsgrenze gestimmt hat, ist die Regierung bis heute überraschend ruhig geblieben. Dieses Schweigen ist orchestriert. Im vertraulichen Gespräch sagt man in Warschau, man halte bewusst und angestrengt still, weil man verstanden habe, dass jeder Angriff aus Polen die Gegnerin in Berlin nur stärker mache.

Veröffenlichung/ data publikacji: 08.01.2010