Felix Ackermann

Erinnerung an Wilfried C. Reinicke - Wo die Zeit mündet in die Ewigkeit

Wilfried C. Reinicke fährt in einem roten Volkswagen mit seiner Nichte aus Berlin nach Crossen an der Oder. Ein ganz normaler Familienausflug – wäre der Fahrer nicht im Januar 1945 aus dieser Stadt seiner Kindheit gemeinsam mit seiner Mutter, seinem Bruder und einem aus Berlin evakuierten Kind geflüchtet. Die unfreiwillige Reise führte ihn zuerst nach Zepernik bei Magdeburg, von dort nach Wittstock an der Dosse. 1954 flüchtete er erneut. Diesmal zum Studium nach West-Berlin. Seitdem lebte Wilfried C. Reinicke an der Spree.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.08.2015

Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte. Deutsch-Polnische Tandemführungen

In Zweierteams führen deutsche und polnische Studentinnen der Europa-Universität Viadrina ab dem 24. September immer samstags und sonntags auf ganz besondere Weise durch die große Ausstellung über deutsch-polnische Beziehungsgeschichte im Berliner Gropiusbau: Sie werfen sich die Bälle zu, erklären jeweils den unterschiedlichen Kontext, in dem ein Objekt in ihrer Gesellschaft verstanden wird.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.10.2011

Schichten der Erinnerung an der Oder

Über 100 junge Europäer aus mehr als 15 Ländern diskutieren im Slubicer Collegium Polonicum fünf Tage lang über Europa als gemeinsamen Erfahrungs- und Erinnerungsraum. Das „Treffen an der Oder“ bringt über 50 Projekte der Geschichtswerkstatt Europa zusammen, die mit Mitteln der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ gefördert und vom Frankfurter Institut für angewandte Geschichte koordiniert werden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.03.2010

Grenze ist mehr: eine Projektskizze

Lohnt sich die Reise in die Zukunft der Vergangenheit?

Die deutsch-polnische Grenze ist eine natürliche Akkumulationszone von Melancholie. Sie erscheint in der Öffentlichkeit der Zentren als jene Peripherie, die kurz vorm Ende der Welt liegt. Wer sich auf den Weg in eine der Grenzstädte an der Oder macht, den überkommt gewöhnlich eine Ahnung, warum das Wort Weltschmerz ein deutscher Exportschlager wurde. Hier hört Deutschland auf und Polen will nicht so recht beginnen. Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht. Hier sieht man auf den ersten Blick, dass an beiden Ufern 25 Prozent Arbeitslosigkeit herrscht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 05.06.2009
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