Kassel

Schäbiges Spiel um Ghetto-Renten

Während Politik und Opferverbände das Urteil des Bundessozialgerichtes zu den Ghettorenten für jüdische Arbeiter noch bejubeln, will das Bundesarbeitsministerium mehr als 11 400 dieser NS-Opfer die Renten kürzen. Sie hatten zuvor aufgrund der unsicheren Rechtslage eine geringfügige Entschädigung erhalten.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.06.2009

Eine späte Anerkennung

Henry Sussman kam mit dem Leben davon, aber er verlor, was ihm niemand wiedergeben kann. „Ich hatte keine Kindheit. Ich kannte weder die Namen von Blumen und Bäumen. Ich habe nur gelernt zu überleben.“ Dreizehn Jahre alt war Henry Sussman, der heute in Rehovot bei Tel Aviv lebt, als er Ende 1943 nach Theresienstadt kam. Dort arbeitete der Junge aus Wien in der Tischlerwerkstatt, bis das Getto 1945 befreit wurde. Sechzehn Jahre war er alt, als er wieder in die Schule durfte – im Alter von sechs Jahren hatten ihn die Nazis in Österreich aus der ersten Klasse geworfen, weil er Jude war.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.06.2009
Inhalt abgleichen