Krakau

Verdorbene Partystimmung

Aus Furcht vor Protesten verlegt Polens Premier Donald Tusk die Freiheitsfeier von Danzig nach Krakau

Veröffenlichung/ data publikacji: 08.05.2009

Róża Thun: nie rozliczajcie mnie z genealogii

Zamieszanie wokół listy PO w Krakowie. Miała otwierać ją Róża Thun, otworzy Róża Maria Graefin von Thun und Hohenstein. Kandydatka Platformy wystąpiła do Państwowej Komisji Wyborczej o wpisanie jedynie skróconej formy jej nazwiska. Ale PKW upiera się przy pełnym brzmieniu.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.04.2009

Zum heutigen 100. Geburtstag des Unternehmers stellt die Stadt Krakau ihr Ausstellungskonzept vor

Das Gelände der einstigen Emaillewarenfabrik Oskar Schindlers im Krakauer Industriegebiet Zablocie wirkt verwaist. Noch. Denn die Renovierungsarbeiten an dem zweistöckigen Verwaltungsgebäude sowie an den drei Produktionshallen sind seit einigen Monaten in vollem Gange. Von 1939 bis 1944 betrieb der sudetendeutsche Industrielle Oskar Schindler hier eine Fabrik, in der er zeitweilig bis zu 800 Personen, meist Juden, beschäftigte. 1944 verlegte er den Betrieb ins tschechische Brnenec. Er nahm fast 1200 Juden als Arbeiter mit und rettete sie so vor dem sicheren Tod.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.04.2008

Für viele Krakauer ist er Kriegsgewinnler

Oskar Schindler spaltet Krakau. Vor allem alte Menschen sehen in ihm eher den Frauenhelden, Spekulanten und Kriegsgewinnler. Schließlich wurde Schindler während des Zweiten Weltkriegs in der polnischen Stadt mit einer Emaille-Fabrik reich, in der er bis zu 800 Juden beschäftigte. Für viele Krakauer hat der Unternehmer Schindler - der heute 100 Jahre alt geworden wäre - also wenig gemeinsam mit dem Helden aus Steven Spielbergs Hollywoodfilm "Schindlers Liste", der mehr als 1000 Juden das Leben rettete.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.04.2008

Krakau will das Herz des Papstes

Es gibt unzählige Souvenirhändler rund um den Vatikan, sie verkaufen von Schlüsselanhängern bis zu Rosenkränzen alles, worauf das Konterfei des Papstes passt. Vor allem polnische Pilger nehmen sich gerne Andenken mit nach Hause, sagen die Händler, bevorzugt die von Johannes Paul II.

Veröffenlichung/ data publikacji: 10.04.2008

Autor wirft polnischer Kirche Antisemitismus vor

Kaum fünf Tage nach seinem Erscheinen hat ein Buch über Antisemitismus in Polen die katholische Kirche des Landes tief gespalten. Das Buch „Strach“, zu deutsch „Angst“, des amerikanisch-polnischen Historikers Jan Tomasz Gross würde „die Dämonen des Antipolentums und des Antisemitismus“ erwecken, klagte der Krakauer Erzbischof und Kardinal Stanislaw Dziwisz in einem Protestbrief an den polnischen Herausgeber.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.01.2008

Ein Bedauern hat es nie gegeben

Es kam, wie es kommen musste: Das neue Buch von Jan Tomasz Gross, in dem es um den Antisemitismus unmittelbar nach dem Holocaust in Polen geht, löst allgemeine Empörung aus. Selbst in seriösen Zeitungen konnte man schon vor dem Erscheinen des Buches am vergangenen Freitag lesen, es enthalte viele falsche Darstellungen, es sei das Machwerk eines Soziologen, der sich als Historiker ausgebe, es sei gegen Polen insgesamt gerichtet. Und der polnisch-jüdischen Versöhnung werde es nicht dienen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.01.2008

Schwierige Erinnerung

Die polnische Kirche beweist in einer schwierigen Situation wirkliche Größe. Ausgerechnet, möchte man hinzufügen, denn immerhin sitzt sie mit auf der Anklagebank. "Bücher sind dazu da, sie zu lesen und über sie zu diskutieren. Es geht um unser kollektives Bewusstsein, das wir gestalten, indem wir die Wahrheit kennenlernen", gibt der polnische Erzbischof von Lublin, Josef Zycinski, zu bedenken. Er kritisiert die Anklage gegen Jan Gross, den Autor des Buches "Angst".

Veröffenlichung/ data publikacji: 15.01.2008

210 000 Handschriften großer Deutscher

Wie sehr es bei der jüngsten Visite des polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk in Berlin vor allem um Zeichen der neuen Stimmungslage zwischen Deutschland und Polen ging, zeigt schon die Tatsache, dass sich Kulturstaatsminister Bernd Neumann diskret im Hintergrund hielt. Das sah wohl auch der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann. Und er dementierte nachdrücklich jeden Zusammenhang mit der Vorstellung des jüngsten Projekts seines Hauses: des Kataloges der etwa 210 000 Handschriften, die seit 1945 in Krakau lagern.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.12.2007

Schätze der Berliner Staatsbibliothek in Polen

Um die Besitzverhältnisse der 220 000 darin aufgelisteten Autografen zwischen Polen und Deutschland umzustoßen, ist er aber vorerst nur eine Marginalie. In diesem Spannungsfeld muss man die erste vollständige Erschließung der in der Krakauer Biblioteka Jagellonska befindlichen Sammlung Autographa bewerten. An ihrer Bedeutung als Teil der sogenannten Berlinka – den Berliner Bibliotheksschätzen, die ab 1941 zum Schutz vor den Bomben der Alliierten nach Polen ausgelagert wurden – bestand ohnehin nie ein Zweifel.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.12.2007