Marta Kijowska

Wärter der vergangenen Welt

Fast zwei Jahrzehnte lang war er in Polen nur wenigen bekannt. Das änderte sich vor zwei Jahren: Ein nach seinem Drehbuch entstandener Spielfilm schlug alle Kassenrekorde. Kurz davor erschien sein Roman «Die Fliegenfängerfabrik», der begeistert aufgenommen wurde. Seitdem ist der Name Andrzej Bart in aller Munde.
Veröffenlichung/ data publikacji: 07.05.2011

Immer tiefer graben, immer weiter suchen

Fast ist es zu einem Ritual geworden: Jedes Mal, wenn ein neues Buch von Jan Tomasz Gross erscheint, bricht in den polnischen Medien eine so lebhafte Diskussion aus, dass das umstrittene Werk hinter der Flut der Debattenbeiträge zu verschwinden droht. Auch diesmal war es nicht anders, zumal es sich um ein schmales Werk handelte: Der Essay «Goldene Ernte», den der polnisch-amerikanische Historiker und Soziologe zusammen mit seiner Ex-Frau Irena Grudzinska- Gross geschrieben hat, kam am 10. März auf den Markt und hält die Nation bis heute in Atem.

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.04.2011

«Seine Finger schlugen rasend die Tasten, die Materie»

Romane, Novellen, Gedichte, Essays und als Letztes ein Serien-Thriller – es gibt kaum ein literarisches Genre, in dem sich die Schriftsteller der Welt nicht mit dem polnischen Musikgenie Frédéric Chopin auseinandergesetzt hätten. Nirgendwo hat man dies aber so oft und so leidenschaftlich getan wie in seiner Heimat.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.11.2010

Ein Gast aus der anderen Welt

Der polnische Komponist Henryk Górecki ist nach langer Krankheit gestorben, nach einem schwierigen Leben im Alter von 77 Jahren. Sein Leben war schwierig, doch die Anerkennung für den Musiker blieb nicht aus.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.11.2010

Schonungslos – Mrozeks Tagebücher

Als vor vier Jahren seine Autobiografie erschien, meinten wohl viele, dies sei der letzte Höhepunkt in der Karriere des einst so erfolgreichen polnischen Dramatikers. Die Umstände, unter denen das Buch mit dem rätselhaften Titel «Balthasar» (dt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.10.2010

Sehnsucht nach dem älteren Bruder

Anfang des Jahres konnte man in der polnischen Presse die Nachricht lesen, dass Warschau demnächst sechs neue, hochmoderne Museen bekomme. Eines davon soll eine Einrichtung sein, von der schon seit Jahren die Rede ist: das «Museum für die Geschichte der polnischen Juden». Und diese ist bekanntlich lang und kompliziert: Polen war ja das europäische Land, in dem die meisten Juden lebten; noch unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg waren es fast 3,5 Millionen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 18.05.2010

Zwei Wege führen nach Katyn

Schock, Trauer, Sprachlosigkeit. Zehntausende, die stundenlang vor dem Präsidentenpalast im Gedenken ausharren, vor ihnen ein Meer von Kerzen und Blumen. Überfüllte Kirchen, in denen die Menschen beten und Kirchenlieder singen. Überall Fahnen auf halbmast, hin und wieder ertönt die Nationalhymne. So sieht es in diesen Tagen in Warschau aus, ein ähnliches Bild bieten aber auch Krakau, Danzig und andere polnische Städte.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.04.2010

Meister des magischen Journalismus

Eine kritische Biografie über den 2007 verstorbenen Schriftsteller Ryszard Kapuscinski wirft in Polen hohe Wellen (NZZ 26. 2. 10). Dass es der Autor mit der Wahrheit nicht immer sonderlich genau nahm, wirft ein Licht auf viele Aspekte des Lebens in Zeiten der Volksrepublik.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.03.2010

Fremdporträt eines Reporters

Über Mangel an kommerziellem Erfolg kann sich der Warschauer Verlag wiat Ksii auch so nicht beklagen. Wenn aber am kommenden Mittwoch jenes Buch auf den Markt kommt, das seit Tagen für eine heiße Debatte in den Medien sorgt, wird er das Wort „Wirtschaftskrise“ wohl endgültig aus seinem Vokabular streichen können. Es handelt sich um eine sechshundert Seiten starke Biographie über den vor drei Jahren verstorbenen „Reporter des Jahrhunderts“, Ryszard Kapuscinski, die gleich aus mehreren Gründen als explosiver Lesestoff gilt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 01.03.2010

Polen im Pilgerrausch

Wer in den vergangenen Wochen einen Blick in die polnischen Zeitungen warf, der stiess mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Meldungen, die auf eine seltsame Bewegung im Lande hindeuteten: «Lodz bricht auf», «Warschauer Akademiker brauchen noch zwei Tage», «Die Kaschuben müssen die weiteste Strecke von 640 Kilometer zurücklegen», «Zehntausend Mitarbeiter der elektronischen Branche unterwegs» – es gab kaum eine Stadt, Region oder Berufssparte, die keine erhöhte Mobilität gezeigt hätte.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.09.2009

Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion

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