Wolf Schmidt

Gegen das System, für das Reich

Die Länderkammer beschließt: Wir wollen die NPD verbieten. Auf rund 1.000 Seiten haben Experten Belege für die Verfassungsfeindlichkeit der Partei zusammengetragen. Aber hält das vor Gericht?

Veröffenlichung/ data publikacji: 15.12.2012

Länder drängen auf NPD-Verbot - 1.007 Seiten Hass

Hetzparolen, Gewalttaten, NS-Sehnsuchtsprosa: Die Länder glauben, genügend Belege für ein NPD-Verbot zu haben. Sie wollen das Verbotsverfahren starten. Die überwältigende Mehrheit der Länder will inzwischen ein Verbot. Nur Hessen und Niedersachsen hatten in den vergangenen Wochen noch gebremst – doch nun hat auch letzteres Bundesland umgeschwenkt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 01.12.2012

Die neue Hassgeneration wächst

Erst vor wenigen Wochen bekam CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) mal wieder eins aufs Dach. Er hatte davor gewarnt, dass Neonazis einige Landstriche in Ostdeutschland unterwandern würden. Prompt hagelte es Kritik, vor allem aus dem Osten, bis Friedrich zurückruderte und sich auf die Floskel zurückzog: Der Rechtsextremismus sei freilich nicht nur ein ostdeutsches Problem, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Da beruhigten sich alle wieder.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.11.2012

Jeder sechste Ostdeutsche denkt rechtsextrem

Wissenschaftler schlagen Alarm: Fast jeder sechste Ostdeutsche hat laut einer am Montag veröffentlichten Studie ein "geschlossenes rechtsextremes Weltbild". Insbesondere unter den 14- bis 30-Jährigen seien die Zahlen besorgniserregend. "Hier wächst eine Generation heran, die alle bisherigen Gruppen in ihrer rechten Einstellung zu überbieten droht", heißt es in der Studie "Die Mitte im Umbruch". "Die Brisanz dieser Situation darf keinesfalls unterschätzt werden."

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.11.2012

Neonazis in der Bundeswehr: SS-Fan am Sturmgewehr

Der mutmaßliche NSU-Helfer André E. bekannte sich offen zum Nationalsozialismus. Die Bundeswehr brachte ihm trotzdem das Schießen und Granatenwerfen bei. Er [ein Oberleutnant] fragt André E., ob dieser ein „Anhänger rechtsextremem Gedankenguts“ sei. Der antwortet: „Ich denke nationalsozialistisch.“ Ob er rechtsextreme Tattoos habe, will der Oberleutnant von André E. weiter wissen. Ja, sagt der, unter anderem habe er „Blut und Ehre“ eintätowiert, „da ich die militärische Leitung der SS bewundere“.

Veröffenlichung/ data publikacji: 07.11.2012

Opferangehörige über die NSU-Morde „Es waren eben nur Türken“

Fadime Simsek, Nichte des ersten Opfers, über das Leben nach dem Mord und ihr verlorenes Vertrauen in die Behörden. In den Medien wurde die Serie von Morden an einem griechischstämmigen und acht türkischstämmigen Männern „Döner-Morde“ genannt ...
... das fand ich krass. Da wurden Menschen zu einem Klumpen Fleisch reduziert. Aber was hätte man machen sollen? Im Nachhinein denke ich, wir Türken waren zu passiv, wir hätten auf den Tisch hauen müssen. Wir haben still abgewartet, bis die Täter entdeckt werden.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.11.2012

Multiples Staatsversagen

13 Jahre lang ließen Polizei und Geheimdienste die NSU-Terroristen rauben und morden - das größte Staatsversagen in der BRD-Geschichte. Mehr als zehn Jahre konnten die rechtsextremen Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) raubend und mordend durch Deutschland ziehen. Zehn Menschen erschossen sie und verletzten bei Bombenanschlägen mehr als 20 weitere – ohne dass sie jemand stoppte.

Veröffenlichung/ data publikacji: 02.11.2012

Misstrauen gegen eigenen Geheimdienst

Thüringen hat dem NSU-Ausschuss in Berlin all seine Akten geschickt. Der Innenminister fürchtete, eigene Leute könnten sonst „Interessantes“ verschwinden lassen. Laut einem Gesprächvermerk Edathys hat Geibert sich Sorgen gemacht, dass „interessante Bestandteile“ dieser Akten hätten „verschwinden“ können, wenn Mitarbeiter seines eigenen Landesamts für Verfassungsschutz eine Vorauswahl getroffen hätten. Das Kopieren der umfangreichen Akten, so Geibert demnach, habe er nicht Verfassungsschutz-Mitarbeitern überlassen – sondern er beauftragte 80 Bereitschaftspolizisten damit.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.10.2012

Die verlorene Ehre der Familie B.

Der Staat verwehrt der Witwe eines Sinto, der Auschwitz überlebte, eine Hinterbliebenenrente. Seit drei Jahren kämpft Eva B. um 600 Euro monatlich, nun wird der Fall vor Gericht verhandelt.
2177. Bis zu seinem Tod vor dreieinhalb Jahren hatte Anton B. diese Nummer auf seinem Unterarm stehen. In Auschwitz im KZ hatte man sie ihm eintätowiert, dazu ein Z wie "Zigeuner".
Zehn Geschwister hatte der 1924 in Herne, Westfalen, geborene Sinto Anton B. einst. Alle zehn wurden in Auschwitz ermordet, genauso wie sein Vater.

Veröffenlichung/ data publikacji: 24.07.2012

Die Geheimnisse eines Wanderwegs

Der Dienst war wesentlich näher an den zehnfachen Neonazi-Mördern der NSU dran, als er es heute zugeben möchte.

Veröffenlichung/ data publikacji: 03.07.2012

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