Stefan Reinecke

Die Vernichtung

Chronik eines angekündigten Völkermords: Was 1941 bis 1945 in Polen und dem Generalgouvernement über die Auslöschung der polnischen Juden bekannt war.

Veröffenlichung/ data publikacji: 25.01.2014

Wehrmachtsmassaker in Griechenland - Die Schreie des Lambros Nissiotis

Am 16. August 1943 erschoss die Wehrmacht wahllos Dorfbewohner im griechischen Kommeno. Eine Begegnung mit zwei Überlebenden.
Mindestens 100.000 Griechen verhungerten damals. 400.000 waren obdachlos. Epidemien grassierten, jeder Dritte litt 1945 an Malaria, Typhus, Tuberkulose. Die deutsche Besatzungspolitik in Griechenland war so brutal wie in keinem anderen nichtslawischen Land.

Veröffenlichung/ data publikacji: 31.10.2012

Die Nacht des 19. 2. 2002

Yaron G. ist Israeli. Er wollte dabei sein. Auch bei der Armee. Auch, als er töten sollte. Heute denkt er ganz anders als damals. Yaron G. ist 31 Jahre alt, ein sportlicher Typ. Braune Augen, dunkle Haare, Dreitagebart. Ein gut aussehender Mann. Er strahlt jene unkomplizierte Direktheit aus, die viele Israelis auszeichnet. Yaron G. sitzt in seiner WG-Wohnküche in Hamburg-Altona, die aussieht wie viele andere deutsche WG-Wohnküchen auch. Das Viertel ist von Studenten, Künstlern und mittlerweile Besserverdienenden bevölkert. Ein bisschen Multikulti, viele Ökoläden, ein paar Galerien.

Veröffenlichung/ data publikacji: 15.09.2012

Die geschichtspolitische Front weicht auf

Der irische Historiker Ray M. Douglas präsentiert im Deutschen Historischen Museum in Berlin eine Studie über die Vertreibung von Deutschen nach 1945. Die Debatte zeigt: Konsens überall.

Veröffenlichung/ data publikacji: 05.09.2012

Gesten des Verzeihens

Bei staatlichen Trauerfeiern geht es gravitätisch und erhaben zu. Nichts Zufälliges soll geschehen, alle Heftigkeiten und Verzweiflungen sind eingepegelt. Die Trauerfeier für die zehn Opfer des Neonazitrios hatte eine andere Temperatur. Nicht weil Angela Merkel eine angemessene Rede hielt, die fast vergessen ließ, dass auch sie eine Weile Anti-Multikulti-Parolen schwang. Nicht weil diese Trauerfeier ein überfälliges Symbol ist, das zeigt, dass auch Konservative nicht mehr über "Beileidstourismus" höhnen wie Kohl 1993 nach den Morden in Solingen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 24.02.2012

Historiker Pohl über Holocaust "Wir reden von 200.000 Tätern"

Herr Pohl, gibt es den typischen deutschen Täter beim Völkermord im Osten nach 1941?
Dieter Pohl: Nein. Aber es gibt die Kerntätergruppen von SS und Polizei. Die sind hoch motiviert und ausgeprägte Antisemiten. Wir haben es mit Männern zu tun, die zwischen 30 und 45 Jahre alt sind. Sie gehören zur Kriegsjugendgeneration, die im Ersten Weltkrieg aufgewachsen ist, aber zu jung für den Krieg war. Diese Gruppe hat schon vor 1933 eine Affinität zum Nationalsozialismus und ist danach Teil des NS-Systems. Es gibt also biografische Muster.
Wie groß ist diese Tätergruppe?

Veröffenlichung/ data publikacji: 09.11.2011

Bücherreihe zum Holocaust Über die "erste Welle" hinaus

Der soeben erschienene Band 7 der Dokumentationsreihe "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" mit dem Schwerpunkt Sowjetunion und annektierte Gebiete schärft unseren Blick auf den gesamten Umfang des nazistischen Völkermords.

Veröffenlichung/ data publikacji: 09.11.2011

"Die antipolnische Kampagne ist eine reale Gefahr"

Weil ihr die Themen ausgehen, wird die NPD die antipolnischen Ressentiments noch verstärken, befürchtet der SPD-Abgeordnete Mathias Brodkorb.

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.08.2011

Deutschlands Vernichtungskrieg im Osten - Die Todgeweihten

Vor 70 Jahren überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion. Im deutschen Gedenkkalender fehlt der Tag, der mehr als 13 Millionen tote sowjetische Soldaten forderte. Von den mehr als 3 Millionen sowjetischen Soldaten, die die Wehrmacht im Sommer 1941 gefangen nahm, waren 2 Millionen im Februar 1942 tot. Es gibt in der modernen Geschichte keine vergleichbare Massentötung von Kriegsgefangenen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.06.2011

"Tüchtig, klug, womöglich sogar charmant"

Vor 50 Jahren begann der Prozess gegen Adolf Eichmann. Historiker Ulrich Herbert sieht in ihm eher einen intellektuellen Überzeugungstäter als einen asozialen Verbrecher.
Warum ist es noch heute so schwierig aufzuzeigen, wie BND und BKA Täter wie Eichmann und Barbie beschützt haben. Das passt doch nicht zum Selbstbild des Weltmeisters in Vergangenheitsbewältigung?

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.04.2011

Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion

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