Süddeutsche Zeitung

"Sieg für den Mythos Haider"

Wie geht es in Österreich nach dem Rechtsruck weiter? Der Politologe und Haider-Experte Anton Pelinka über die Zukunft der Alpenrepublik, den Erfolg der Rechten und das Paradoxon der Wahl.

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.09.2008

Polen und seine Juden

Warum Polen den ersten Platz in der Hierarchie der Opfer beansprucht und den Juden immer irgendwie eine Mitschuld an ihren Leiden zuweist, macht der Bericht Primo Levis erahnbar: Nach seiner Befreiung aus dem KZ Auschwitz kam er mit Anwohnern ins Gespräch. Sie schienen von der nahen Mordmaschinerie nichts zu wissen. Ein Anwalt gab Levi den Rat, nicht als Jude, sondern als italienischer Kriegsgefangener aufzutreten. Das sei das Beste für ihn, fuhr der Anwalt auf Französisch fort, denn der Krieg sei nicht zu Ende.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.06.2008

Polen wirbt für größere EU-Erweiterung

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk ist am Montag in seiner Heimatstadt Danzig mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammengetroffen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand nach Informationen aus beiden Delegationen die Lage in der Europäischen Union nach der Ablehnung des EU-Reformvertrags durch die Iren sowie eine gemeinsame Ostpolitik der EU.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.06.2008

Tobende Medienschlacht

Zwei große polnische Boulevardzeitungen treiben das Spiel Deutschland gegen Polen (am Sonntag, 20.45 Uhr) auf die Spitze: Das Warschauer Boulevardblatt Fakt veröffentlichte bereits am Dienstag eine Fotomontage, in der der Kapitän der deutschen Natoinalmannschaft Michael Ballack mit Pickelhaube abgebildet war und Polens Trainer der Nationalmannschaft Leo Beenhakker in Ritterausrüstung zum Schlag ausholt. Gestern hat dann das Blatt Super Express noch blutiger nachgezogen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 05.06.2008

Wieder Hooligan-Randale in Polen

In den polnischen Fußball-Stadien ist es wieder zu Ausschreitungen gekommen. Bei einer Schlägerei zwischen Hooligans in Warschau wurde ein 12-jähriger Junge schwer verletzt.

Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP berichtete, verletzte ein 17-Jähriger den Jungen mit einem Stein am Kopf. Das Opfer musste im Krankenhaus operiert werden. Nach dem Spiel Radomiak Radom gegen Hutnik Warszawa hatte die Polizei sieben Hooligans festgenommen, die Fans der gegnerischen Mannschaft mit Steinen beworfen hatten. Ein Polizeiwagen wurde zerstört.

Veröffenlichung/ data publikacji: 29.05.2008

Akteur der Verständigung

Als Historikerin, die Wlodzimierz Borodziej als Professor an der Universität Warschau kennengelernt hat, bin ich mit dessen Darstellung in dem von Thomas Urban geschilderten "polnischen Historikerstreit" nicht einverstanden. Ich sehe Bogdan Musials Äußerungen als ideologisch und karrieristisch motivierten Angriff auf einen hervorragenden Historiker, der gleichzeitig ein wichtiger Akteur der polnisch-deutschen Verständigung ist.

Veröffenlichung/ data publikacji: 28.05.2008

Neue Telefonauskunft für Polen-Touristen

Deutsche Touristen können sich bei Problemen während einer Polen-Reise künftig in ihrer Muttersprache an ein Info-Telefon wenden. Ab dem 2. Juni soll nach Angaben des Polnischen Tourismusorganisation POT die Leitung freigeschaltet werden.

Beantwortet werden Fragen auch auf Englisch und Russisch. Anrufer erhalten unter den Nummern 0800/200 300 oder ++48/608/599 999 Informationen, wie sie sich etwa nach einem Autounfall, Überfall oder Passverlust verhalten sollen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.05.2008

Polnische Annäherung

Fast wie eine Geheimsache hat die kleine Berliner Delegation unter Führung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann ihre Warschauer Mission behandelt.

Sie kam an die Weichsel, um die Mitwirkung der polnischen Seite an einem Projekt zur Dokumentation von Vertreibungen zu erreichen. Das Thema hatte in den letzten Jahren einen düsteren Schatten auf die Beziehungen zwischen beiden Ländern geworfen. Nun aber spricht vieles dafür, dass die Aufregungen sich legen - hoffentlich für immer.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.02.2008

Aus Versehen verhaftet

Wohl selten haben die bundes-deutschen Behörden so schnell reagiert: Schon wenige Stunden nach den ersten Medienberichten über drei gänzlich unbescholtene türkische Studentinnen, die in Handschellen von der Bundespolizei nach Polen abgeschoben wurden, räumte das Innenministerium in Berlin ein, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt habe. Das deutsche Generalkonsulat in Breslau empfing die drei, die dort am Erasmus-Programm der EU teilgenommen haben. Sie erfuhren, dass die Einreisesperre wegen "Grenzverletzung" aufgehoben sei.

Veröffenlichung/ data publikacji: 06.02.2008

Deutsche Gründlichkeit

Ein Semester lang haben Eylem, Figen und Özge, drei Studentinnen aus der türkischen Millionenstadt Izmir am Mittelmeer, Seminare und Vorlesungen über die Europäische Union besucht. Sie nehmen an dem von der EU finanzierten englischsprachigen Erasmus-Programm an der Universität der schlesischen Metropole Breslau teil, wie fünf Dutzend weitere Studenten aus zwanzig europäischen Ländern.

Veröffenlichung/ data publikacji: 01.02.2008
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