Rostock-Lichtenhagen

Lichtblicke vor dem Sonnenblumenhaus

Joachim Gauck hebt seinen Blick und holt tief Luft, ehe er zu seiner Ansprache ansetzt. Er steht auf der Bühne; hinter ihm erhebt sich ein kolossaler Plattenbau, ein ocker geklinkertes Wohngebirge, das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen; vereinzelt lehnen Rentner auf den Fensterbänken. "Die Ereignisse, die uns zusammengeführt haben, sind zwar Vergangenheit", sagt der Bundespräsident. "Aber auch die Gegenwart bleibt infiziert von Fremdenfeindlichkeit und Gewalt."

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.08.2012

Die zweite Gedenktafel

Die Tafel ist schlicht gehalten. Schwarzer Grund mit weißer Schrift. Um 11.30 Uhr am Samstag bringt das Bündnis "20 Jahre nach dem Pogrom - Das Problem heißt Rassismus" sie am Rathaus von Rostock an. Applaus brandet auf, als die Tafel mit einem Akkuschrauber festgemacht ist. Über 1.500 Demonstranten haben sich zuvor auf dem Platz direkt vor dem Rathaus versammelt. Ein breites Bündnis hatte zu der Kundgebung mit späterer Demonstration aufgerufen.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.08.2012

In Rostock blickt man lieber nach vorn

Politiker der Hansestadt tun sich bis heute schwer mit dem Umgang mit den rechtsradikalen Krawallen vom August 1992.

Veröffenlichung/ data publikacji: 27.08.2012

„Mahner wurden nicht gehört“

Die rassistischen Gewaltexzesse der 90er-Jahre seien nie richtig aufgearbeitet worden, sagt der ostdeutsche Rechtsextremismusexperte David Begrich.
taz: Herr Begrich, im Frühjahr gab es einen Staatsakt für die Opfer des NSU mit der Kanzlerin, am Sonntag spricht der Bundespräsident zum 20. Jahrestag des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen. Hat Deutschland verstanden?
David Begrich: Da bin ich skeptisch. Mich hat erstaunt, wie schnell das Thema NSU aus der gesellschaftspolitischen Debatte verschwunden ist und sich in die Aktenberge der Untersuchungsausschüsse verlagert hat.

Veröffenlichung/ data publikacji: 25.08.2012

Die offene Wunde

"Der Zeitpunkt der Aufarbeitung wurde verpasst", sagt Rainer Fabian, der zum Bündnis "Lichtenhagen bewegt sich" gehört. Dort haben sich engagierte Bürger und Vertreter der Stadt zusammen- geschlossen. "Die Stadt traut sich nicht an die Wurzel ran", sagt auch Kristina Koebe vom Magazin "Stadtgespräche". Wie viel hat sich nun bewegt? Erkundungen und einige Erkenntnisse.

Veröffenlichung/ data publikacji: 17.08.2012

Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion

Vielleicht interessieren Sie sich für einen der aktuellen Beiträge aus der deutsch-polnischen Grenzregion:

Inhalt abgleichen