Le Monde diplomatique - deutsche Ausgabe

Neonazis im griechischen Parlament

Auf knapp sieben Prozent der Wählerstimmen kam die rechtsradikale Chrysi Avgi bei den Wahlen dieses Sommers. Ihre brachiale Ideologie wird noch mehr Griechen ansprechen, wenn sich die ökonomische und soziale Krise weiter verschärft.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.07.2012

Radio Rajca aus Bialystok

Der Osten Polens braucht EU-Geld fürs wirtschaftliche Überleben. Zugleich erstickt die geschlossene Außengrenze der Union den Austausch mit den Nachbarn. Die Straße endet im Urwald von Bialowieza. Hier, in der polnischen Woiwodschaft Podlaskie, ist der Wilde Osten der Europäischen Union. Im Nationalpark leben noch mehrere hundert Bisons in Freiheit, nur Indianer und Cowboys gibt es nicht.

Veröffenlichung/ data publikacji: 19.05.2012

Ein kulturelles Mosaik

Hinter dem Wald führt die Straße an einem See entlang nach Sejny, einem Städtchen mit 6 000 Einwohnern. Es ist nur ein paar Kilometer von der litauischen Grenze entfernt. In der Hauptstraße gibt es eine katholische und eine orthodoxe Kirche. Etwas weiter kommt man zur „weißen Synagoge“, die daran erinnert, dass es hier vor dem Zweiten Weltkrieg eine große jüdische Gemeinde gab. „Sejny ist historisch durch die kulturelle Vielfalt seiner Einwohner geprägt“, erklärt Bozena Szroeder vom Verein Po Granice („Jenseits der Grenze“).

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.05.2012

Radio Rajca aus Bialystok

Die Straße endet im Urwald von Bialowieza. Hier, in der polnischen Woiwodschaft Podlaskie, ist der Wilde Osten der Europäischen Union. Im Nationalpark leben noch mehrere hundert Bisons in Freiheit, nur Indianer und Cowboys gibt es nicht. Östlich von Warschau werden Städte selten, die größten sind Bialystok und Lublin. Das Schienennetz wird dünn, statt Schnellzügen bewegen sich Lastwagen mühsam über Landstraßen vorwärts in Richtung Litauen, Weißrussland oder die Ukraine. „Wir sind praktisch von Warschau isoliert“, bedauert der Bürgermeister der Stadt Biala Podlaska, Andrzej Czapski.

Veröffenlichung/ data publikacji: 11.05.2012

Union der Lohndrücker

Es war eine Premiere: Im April 2010 verlangte die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) von Griechenland erstmals eine 25-prozentige Lohnkürzung im öffentlichen Sektor. Kurz darauf griff die Troika auf ähnliche Weise in Rumänien ein, dieses Mal sogar im privaten Sektor.Und im Dezember 2011 forderte die Troika von Griechenland erstmals die Kürzung des Mindestlohns für den privaten Sektor.

Veröffenlichung/ data publikacji: 14.02.2012

Aus Le Monde diplomatique: Software für Diktatoren

Von Peking bis Damaskus spionieren Geheimdienstler das Netz aus. Das System "Deep Packet Inspection" (DPI) aus dem Hause der kalifornischen Firma Narus hilft dabei.

Veröffenlichung/ data publikacji: 22.01.2012

Euroland – bezahlt wird doch

Die Eurozone ist längst nicht gerettet. Es reicht nicht aus, wenn Griechen und Spanier zum Sparen gezwungen werden. Es fehlen Wachstumsimpulse und europäische Solidarität.

Veröffenlichung/ data publikacji: 16.08.2011

Anstelle der Ehre

Ehre und das, was damit zusammenhängt, scheint ein Komplex zu sein, den eine fortschrittliche Gesellschaft aufatmend hinter sich lässt. Wir können froh sein, wir sollten es sein, dass wir Sinnsprüche wie "Meine Ehre heißt Treue" auf den Koppelschlössern der SS tatsächlich hinter uns gelassen haben und dass es keine Gesetze "zum Schutz der deutschen Ehre" mehr gibt. Wir können auch froh sein, dass man einander nicht mehr wegen einer Beleidigung bei Morgengrauen feierlich über den Haufen schießt oder durchbohrt.

Veröffenlichung/ data publikacji: 13.08.2010

Gehen, kommen und nicht bleiben dürfen

Sie waren Sudetendeutsche, Juden, Sozialisten, tschechoslowakische Bürger: Eine Britin erinnert sich an ihre Eltern.
Als Kind hatte ich ständig das Gefühl, ich müsste für immer Flüchtling bleiben, eine Fremde, die nie ganz dazugehört. Meine Eltern versuchten nach Stalins Tod 1953 nicht, in die Tschechoslowakei zurückzukehren, aber nicht meinetwegen. Das hatten sie nämlich schon 1945 getan und waren 1946/47 wieder nach England zurückgegangen, zusammen mit einer Gruppe deutscher Antifaschisten, die zum ersten Mal 1938 nach dem Münchener Abkommen ins britische Exil gegangen waren.

Veröffenlichung/ data publikacji: 12.03.2010

Arbeitsplatz Grenze

Geschäfte mit Schmuggelware wie Zigaretten und Wodka ernähren im strukturschwachen östlichen Polen ganze Ortschaften. Ein Reisebericht der anderen Art.

Veröffenlichung/ data publikacji: 20.03.2009
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