"Die Polizei hat Angst vor den Hooligans"

An Feinden herrscht bei Polens berüchtigten Hooligans kein Mangel. Polizisten und Politiker, die ungeliebten Deutschen und die verhassten Juden, die Fans der gegnerischen Mannschaft und vermeintliche Versager in den eigenen Reihen - sie alle werden regelmäßig zur Zielscheibe von Hassgesängen und Prügelattacken.
Kürzlich rastete in Warschau der gefürchtete Rädelsführer der Hauptstadt-Hooligans nach einer Heimniederlage aus, den alle nur "Staruch" nennen, den "Alten". Im Kabinengang fiel der glatzköpfige Koloss vor den Augen der Ordner über den schmächtigen Verteidiger Jakub Rzezniczak her und versetzte dem wehrlosen Abwehrspieler eine Tracht Prügel.
"Staruch", der mit einem Stadionverbot belegt ist, schlenderte anschließend unbehelligt vondannen. Mehr noch: Wenig später bat die Polizei den polnischen Fußballverband PZPN darum, dem "Alten" doch eine Eintrittskarte für das Pokalfinale in Bydgoszcz zukommen zu lassen. Das Ticket für "Staruch" sollte Teil einer Deeskalationsstrategie sein. Doch die schlug fehl.

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Veröffentlichung/ data publikacji: 13.05.2011